Sonntag, 21. Juni 2009

Prominente Waldorfschüler


"Fotoserie in der "Süddeutschen"
mit Originaltext - alles Zitate (Auszüge)

Baumer, Marie
"... Waldorfschulen (sind) beliebt: Im Jahr 2007 hatten sie in Deutschland mehr als 80.000 Schüler. Zu den Absolventen der Waldorfschulen zählen auch zahlreiche Prominente, darunter Marie Bäumer, hier als Buhlschaft im Salzburger "Jedermann".

Bäumer war nach eigenen Angaben eine mittelmäßige Schülerin - und eine Niete in allen Naturwissenschaften.


 
Auch Nina Hagen schickte ihre Tochter Cosma Shiva auf eine Waldorfschule. Die esoterischen Ansichten ihrer Mutter teilt die 27-Jährige trotzdem nicht: "Ich bin für den Mittelweg, also nicht zu esoterisch und abgehoben, aber auch nicht zu kühl, geradlinig und rein vernunftgesteuert", sagte sie in einem Interview. Sie sei zwar nicht religiös, glaube aber dennoch gern an etwas. "Auch daran, dass es Jesus und dass es Buddha gab."


Boris Palmer (Bild: AP)
Boris Erasmus Palmer, Grüner Oberbürgermeister von Tübingen, machte 1992 sein Abitur an einer Waldorfschule. Auf seiner Homepage schreibt er, er schätze die Waldorfpädagogik vor allem deshalb, weil sie der Persönlichkeitsentwicklung Vorrang vor reinem Faktenwissen einräume. "Aus diesem Grunde betrachte ich es heute als Glücksfall und für meine Entwicklung entscheidendes Ereignis, dass ich die Chance erhielt, eine Waldorfschule zu besuchen."




Schauspielerin Juliane Köhler lobte in Interviews ebenfalls die Möglichkeiten zur persönlichen Entfaltung, die ihr die Waldorfschule gab. Die 43-Jährige meldete auch ihre Tochter auf einer Waldorfschule an.



F.A. Porsche
 Nicht nur Schauspieler zählen zu Waldorf-Absolventen. Eine der bekanntesten Persönlichkeiten aus der Wirtschaft, die eine Steiner-Schule besuchte, ist Ferdinand Alexander Porsche, genannt "Butzi". Der Sprössling des Porsche-Clans designte den 911er.




Heiner Lauterbach, ap
Zu den prominenten Waldorf-Schülern zählt auch Heiner Lauterbach. Der Schauspieler machte dort seine Mittlere Reife und besuchte danach die Schauspielschule.


Robert Stadlober, ddp
Anders als Lauterbach brach der Schauspieler Robert Stadlober die Waldorfschule noch vor dem Schulabschluss ab. Der Grund: Seine Mutter wollte ihm die Schauspielerei aus Angst um seine Zensuren verbieten. Die Waldorf-Lehrer fürchteten, eine Fernsehkarriere könne ihm die Seele rauben.


Martin Semmelrogge, ddp
Ähnlich wie beim Schauspielerkollegen Stadlober sahen es auch die Lehrer von Martin Semmelrogge nicht gern, dass er neben der Schule noch schauspielerte - Fernsehen galt als schädlich. Deshalb verließ auch er die Schule vorzeitig und nahm lieber Schauspielunterricht.


Kai Wiesinger, ddp
Der frühere Waldorf-Schüler Kai Wiesinger sieht in der Steiner-Pädagogik die Antwort auf die deutsche Bildungsmisere, wie er in einem Interview betonte.

Michael Ende, dpa
Auch Michael Ende, Autor von "Momo", "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" und der "Unendlichen Geschichte" besuchte eine Waldorfschule. Die antroposophische Weltanschauung Steiners spiegelt sich auch in seinen Werken wider. Ende hat nach eigenen Aussagen die kompletten Schriften des Waldorfschulen-Gründers gelesen.
Bild: dpa


Barbara Feltus, apBarbara Feltus, Ex-Frau von Boris Becker, war ebenfals eine Waldorfschülerin. Heute arbeitet sie als Schmuckdesignerin und Fernsehschauspielerin.
Bild: ap



August Diehl, dpaDer Schauspieler August Diehl, der unter anderem im Kinofilm "Doktor Alemán" zu sehen war, machte sein Abitur an einer Waldorfschule. Dort entdeckte er nach eigenen Angaben die Liebe zur Schauspielerei: Die Schulaufführung der "Räuber" sei für ihn ein Schlüsselerlebnis gewesen. Er habe dabei so viel Spaß gehabt, dass er unbedingt weiter schauspielern wollte.
Bild: dpa



Wotan Wilke Möhring, dpa
Auch Wotan Wilke Möhring, von den Eltern nach dem germanischen Schicksalslenker benannt, besuchte eine Waldorfschule. Dort lernte der Schauspieler Geige, entschied sich dann aber doch dafür, als Gitarrist einer Punkband namens Störaktion gegen das Establishment anzuspielen und landete schließlich über einen Umweg bei der Bundeswehr vor der Kamera.
Bild: dpa