Mittwoch, 23. September 2020

Kaffee:

 

(bitte humorvoll nehmen.) Bei mir: Hauptsache KEIN Kaffee! - Dieser ganze Kult um dieses schwarze Gebräu. - Ich nehme mir ein paar Kräuter und mache mir einen Tee: Ökologisch, regional, lokal, gesund, klimaschützend, preiswert, umsonst ! Ätsch, ihr Kaffeetanten und - onkels


Also ich "befürchte", dass Anthroposophen genau soviel Kaffee trinken, wie alle anderen Deutschen. - Nur, je mehr ich das Kaffeetrinken und mich selbst dabei studiere, desto mehr merke ich, dass er mich süchtig macht; mit allen Folgen einer klassischen Sucht. Wenn ich eine Weile verzichte, dann habe ich richtige Entzugserscheinungen, bis hin zu Schmerzen. - Außerdem stelle ich fest, dass ich nach ausführlichem "Entzug" grundsätzlich fitter, kräftiger und wacher bin als mit Kaffee. - Der putscht mich wohl kurzfristig auf und macht mich ein bisschen "high", aber dann habe ich wieder Momente, wo ich mich schlapp fühle.... und also den NÄCHSTEN Kaffee brauche! ? Ein unerquickliches Spielchen....

Samstag, 14. März 2020

DIE ÄGYPTISCHEN PLAGEN UND DIE HEUTIGE SITUATION


Eine Betrachtung über die Zusammenhänge der damaligen Ereignisse mit den heutigen



Gerade die derzeitige Heuschreckenplage lässt an diese altägyptischen Zeiten erinnern. Wobei man immer dabei davon ausgehen muss, dass wir es bei der Schilderung dieser Ereignisse mit einer Bildersprache zu tun haben.
Es sind ja einige Vorkommnisse in letzter Zeit, die uns an apokalyptische Symptome erinnern.

Ägypten steht dabei für die Lebensverhältnisse in unserer heutigen Zeit. Der Frondienst des Volkes für die Prachtbauten des Pharao entspricht dem Einspannen der Menschheit für die Massenproduktion der Industrie.
Und nun gipfeln diese Ereignisse in dieser merkwürdigen Krankheit, die um die Erde geht. Der „Würgeengel“ geht um!

In Ägypten hieß es, dass die Erstgeburt getötet würde. Was ist mit Erstgeburt gemeint: Es sind die Kräfte, die sich besonders an der Vergangenheit orientieren. Sie haben sich nicht bewährt. Sie haben ihre Aufgabe nicht erfüllt. Diese Kräfte sollen ausgeschaltet werden. Die Jugendkräfte sind die Zukunftskräfte. (Interessant, dass dieser heutige Würgeengel gerade die Kinder verschont.) Schon bei dem Übergeben der Verantwortung an Jakob und später Josef wird die alte Tradition des Vorrechtes der Älteren durchbrochen. Es beginnt das neue Zeitalter, das auf den Christus hinweist.

Es sollten in Ägypten die Häuser Israels verschont werden, die das Blut eines Lammes an die Pfosten der Türe streichen und das Fleisch des Lammes essen.
Das ist natürlich ein eindeutiger Verweis auf den Christus, das Lamm Gottes, und das spätere Abendmahl.
Das Blut steht dabei immer für das göttliche Wort. Das Fleisch für die Taten des Christus.
Die Botschaft für heute ist: Wir dürfen nun durchaus uns nicht scheuen nach außen in unsere Worte Geistiges einfließen zu lassen. Und innerlich sollen die Taten Christi lebendig in uns leben und wirken. Dann haben auch die Vergangenheitskräfte ihre Lebensberechtigung.

Dann kann Rettung erfolgen: Der Auszug aus Ägypten; die Überwindung des materialistischen Systems!




Sonntag, 12. Januar 2020

DER LEBENSGÄRTNER



Wie der Gärtner 
mit dem Spaten
das Beet umgräbt
und das Unterste
nach oben kehrt,
damit es in Licht 
und Luft locker
und fruchtbar werde,

so muss in meiner Seele
der tiefste Grund
umgegraben,
gelockert und gelüftet
und durchlichtet werden.



DER BILDHAUER



Wie der Holzbildhauer
mit kräftigen Schlägen
aus dem rohen Holzklotz
das Bildnis hervorholt,
so formen die Schläge 
des Lebens
aus meinem rohen 
Erdenwesen
mein wahres Menschsein.

Samstag, 11. Januar 2020

Freitag, 10. Januar 2020

Sonntag, 29. Dezember 2019

Aphoristisches am 29.12.2019

_____________________
Oh, Heiland, deine Arzenei
ist bitter stets, doch wirkungsvoll.
Täglich nehm' ich ergeben sie,
weil ich genesen soll.
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Bei Gott gilt viel der Gute Wille;
er wird unser scheiternd Streben segnen.
Wenn du in Demut lernst und Stille,
dann lässt er Gold von oben regnen.
_____________________

Die Hirten kamen in den Stall,
den Weltenhirt' voll Liebe anzusehen.
Die Könige, sie eilten schnell,
den Weisheitskönig zu verstehen.
_____________________
Mein Wort ist wie ein Schwert,
nicht Frieden bringt's zuhauf,
dort, wo es wird gehört,
da bäumt sich alles auf.
_____________________

Nur Große können Großes fassen.
Kleinmütige werden mich hassen.


Freitag, 20. Dezember 2019

Die letzte Besucherin

Weihnachtsgeschichte

Es war in Bethlehem, am Ende einer langen Nacht. Fast schon dämmerte der Morgen, die Sterne waren am Verblassen und soeben hatte der letzte Besucher den Stall verlassen.
Maria hatte noch einmal das Stroh aufgeschüttet und endlich war das Kind eingeschlafen.
Doch wer schläft denn in der Weihnachtsnacht?
Langsam und leise öffnete sich die Stalltüre, aufgestoßen durch einen Lufthauch mehr denn durch Menschenhand, und eine Frau stand auf der Schwelle und so alt und so runzlig, dass in ihrem Gesicht der Mund wie eine weitere Runzel schien.
Erdig war die Frau und in Lumpen gehüllt, krumm und uralt.
Maria erschrak. Ob mit dieser Frau eine böse Fee­ eingetreten sein mochte? Sie schien aus einer ­anderen Zeit zu kommen. Eine eigentümliche Würde und Weisheit gingen von ihr aus.
Zum Glück schlief Jesus und schien von allem nichts zu merken. Esel und Rind kauten friedlich ihr Stroh und blickten gelassen zur Besucherin, die näher kam. Die Tiere schauten, als ob sie sie schon längst kennen würden.
Maria aber ließ sie nicht aus den Augen. Jeder Schritt, den die Alte tat, schien ihr eine Ewigkeit zu dauern. Die Frau näherte sich langsam der Krippe.
Da öffnete Jesus seine Augen und mit Erstaunen, Verwunderung, Unglauben, gar Entsetzen sah Maria, dass die Augen ihres Kindes genau dieselben waren wie die Augen der uralten Frau, erfüllt von derselben Hoffnung, umstrahlt von demselben Glanz. Die Alte bückte sich über die Krippe, ihre Hand suchte etwas in ihren Tüchern und Lumpen.
Maria beobachtete sie noch voller Unruhe, und die Tiere schauten, als ob sie wüssten, was ­geschehen würde.
Endlich, nach langer Zeit, zog die Frau etwas hervor, hielt es verborgen in ihrer Hand, und dann legte sie es zum Kind in die Krippe.
Nach all den Schätzen der Weisen und den Gaben der Hirten, was mochte wohl ihr Geschenk sein?
Maria konnte es nicht erkennen. Sie sah nur den vom Alter gekrümmten Rücken, der sich noch weiter über die Krippe beugte. Esel und Rind sahen ihre Gabe und schienen nicht erstaunt zu sein.
Es dauerte Ewigkeiten, dann erhob sich die alte Frau, wie erleichtert von einem schweren Gewicht, das sie zu Boden gedrückt hatte. Sie richtete sich auf, ihre Schultern waren nun nicht mehr gekrümmt und ihr Gesicht schien verjüngt, strahlend, wunderschön. Leise verschwand sie durch die Stalltüre in die Nacht hinaus, aus der sie gekommen war. Nun konnte Maria ihr geheimnisvolles Geschenk sehen.
Es war ein kleiner roter Apfel.
Eva war gekommen aus uralter Zeit, und sie hatte die Weisheit des Anfangs mitgebracht, und all die Entwicklungen seither. Sie hatte die Sehnsucht der Menschen gebracht und ihr Leid, sie hatte derenLebensfreude mitgebracht und ihr Versagen.
Das alles hatte sie im Apfel dem Kind hingelegt.
Und nun glänzte der Apfel in der Hand des Kindes,­ das geboren war, Uraltes mit Zukünftigem zu verbinden, den Himmel mit der Erde, Gott mit den Menschen.

Jerome+Jean Tharaud

Freitag, 13. Dezember 2019

Der Bettler

Ein Junge aus meiner 8. Klasse beschäftigte sich mit der väterlichen Heimat, Türkei:

"Mein Vater erzählte mir folgende Geschichte:
Als er ein Kind war, stand ein Bettler vor der Haustür und fragte nach einem Stück Brot. Meine Oma (seine Mutter) sagte daraufhin, er solle kurz warten und sie begann ein leckeres Essen zu kochen. Mein Vater wollte auch etwas davon haben, aber meine Oma sagte, dass erst der Gast davon essen solle. 
- Das beste Essen für den Gast, auch wenn er ein Bettler ist.
- Nicht nur in der Bibel, sondern auch im Koran gilt Gastfreundschaft als heilige Pflicht."

Mittwoch, 11. Dezember 2019

Die Krückstöcke


Als ich heute den Nachbarn mit zwei Krücken ("Gehhilfen" muss man ja jetzt sagen) die Straße entlang humpeln sag, da dachte ich mir: Ja, so humpeln wir eigentlich alle recht und schlecht durchs Leben. 

Die eine Krücke ist die physische Welt, auf die wir uns doch immer wieder abstützen, und die andere Krücke ist unser mühsam zusammengebasteltes Meinungspaket über die Dinge in dieser Welt.

Freitag, 6. Dezember 2019

Laufen lernen

"... Berlins Panda-Zwillinge....Bis dahin müssen die Mini-Bären weiter eifrig Laufen üben. Das Hochstemmen mit den Vorderbeinen gelingt beiden schon recht routiniert. " 

Die meisten Tiere können instiktiv recht schnell ihre artspezifische Bewegungsart. Dass Tiere erst mühsam etwas lernen müssen, das ist schon eine höhere, menschennahe Qualität.

Mittwoch, 4. Dezember 2019

"In everything that has to be done, is an element of fun."

aus "Mary Poppins"
frei übersetzt:

"In allem, was wir machen müssen
können wir ein wenig Spaß begrüßen!

Freitag, 29. November 2019

Dienstag, 15. Oktober 2019

IST URTEILEN SÜNDE ?

"Seit dem Mauerfall habe ich beobachtet, wie sich unter Westdeutschen eine Haltung etablierte, die sich selbst wohl als Ausdruck von Empathie und Noblesse verstand:
Wir mögen nicht das Verhalten von Leuten beurteilen, in deren Lage wir nie waren. Auch dazu findet sich bei Hannah Arendt Erhellendes. In einer Vorlesung zu Fragen der Ethik heißt es sinngemäß:

Mit der Indifferenz, der weitverbreiteten Tendenz, das Urteilen überhaupt zu verweigern, fange das Böse an."

Aus: Wolfgang Hegewald, Von Abgehauenen und Daheim- und Zurückgebliebenen - FAZ, 28.9.10, S. 18

Montag, 30. September 2019

DIE GEISTIGE WELT UND DIE WELTKLUGE PROFESSORIN

Auszug aus einem Artikel in DER ZEIT:


Bericht eines Motorad-Verunfallten


.......
Reflexartiges Reißen am Bremshebel

Die Sekunde des Entsetzens vom Auftauchen des aus der Kurve hervorschießenden Sportwagens bis zum Knall hatte sich gedehnt, als hätte jemand vorübergehend das Universum angehalten. Zeit genug, um zu denken, dass gleich alles vorbei sein kann. War es das jetzt? Für immer dunkel? Reflexartiges Reißen am Bremshebel. Krachen. Gegen den Lenker geschleuderter Unterleib. Abflug nach vorn mit dem Kopf voran. Im Augenwinkel das hochgewirbelte Motorrad. Blitzender Schmerz beim Aufprall des Helms in der Windschutzscheibe. Das Poltern des Körpers auf der Fahrzeugfront. Dann lag er vor dem Auto wie eine Crashtest-Puppe, das nachhallende Echo des Einschlags im Kopf.

In der Nacht zuvor war er aus einem Traum hochgeschreckt, ein Traum wie noch nie. Da war etwas gewesen, das versucht hatte, ihn zu greifen. Immer wieder hatte es sich aus einer dunklen Tiefe heraus nach ihm gestreckt, um ihn in die Finsternis hinabzuziehen. Ein langer Kampf. Hatte er sich mit Mühe befreit, wurde er aufs neue gepackt, bis zum erlösenden Aufwachen um drei in der Frühe. Für eine Viertelstunde schaltete er das Licht an im Zimmer der Herberge, um den Traum loszuwerden in dieser letzten Nacht am Ende einer Tour entlang der Route des Grandes Alpes. Vorahnungen, Übersinnliches? „Zufall“, meinte die Neurologie-Professorin, der er Wochen später von dem Traum erzählte. „Am besten, Sie vergessen es einfach.“

 .......

"Bin ich jetzt tot?"

Freitag, 27. September 2019

Wort Spiel

Do NOT FALL!

Sonst  NOTFALL!