Donnerstag, 29. Mai 2008

Mabel Collins "Licht auf dem Weg" - I.Teil

Geschrieben wurden diese Lehren für jeden, der die Wahrheit sucht. Beachte sie!

(In der Theosophischen Gesellschaft hatten diese Anweisungen für den Geistesschüler eine Bedeutung. In der Anthroposophischen Gesellschaft wurden sie dann abgelöst durch die Schrift "Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten" von Rudolf Steiner.)


Bevor das Auge sehen kann, muß es der Tränen sich entwöhnen. Bevor das Ohr
vermag zu hören, muß die Empfindlichkeit ihm schwinden. Eh' vor den Meistern kann
die Stimme sprechen, muß das Verwunden sie verlernen. Und eh' vor ihnen stehen
kann die Seele, muß ihres Herzens Blut die Füße netzen.
1. Ertöte den Ehrgeiz.
2. Ertöte die Liebe zum Leben.
3. Ertöte den Wunsch nach Behagen.
4. Wirke gleich denen, die ehrgeizig sind. Achte das Leben gleich denen, die's lieben.
Sei glücklich gleich dem, der dem Glücke nur lebt.
Such in dem Herzen die Wurzel des Bösen und reiße sie aus. Denn es treibt und es
wuchert im Herzen des eifrigen Jüngers gleichwie in den Herzen der Kindern der Welt.
Nur der Starke vermag es zu töten. Der Schwache jedoch muß sein Wachstum
erwarten, sein Reifen, sein Sterben.
Durch Weltenalter wächst dies Kraut im Menschen. Es wuchert, doch in Blüte tritt es
erst, wenn vieler Leben Unzahl er durchlaufen. Wer der Beherrschung Weg betreten
will, muß dieses Kraut aus seinem Herzen reißen. Wohl wird alsdann das Herzblut
reichlich fließen, das ganze Leben wird vernichtet scheinen. Die Prüfung aber muß
bestanden werden. Vielleicht tritt sie an dich heran schon bei dem ersten Schritt des
wagnisvollen Klimmens hinauf zum Lebensweg, vielleicht beim letzten. Bedenke wohl:
Sie muß bestanden werden, - und setze alle Kräfte ans Vollbringen. Nicht in dem
Augenblicke darfst du leben, nicht in der Zukunft, - nur im Ewigen. Dort kann dies
Riesenunkraut nicht gedeihen: der Hauch schon eines Ewigkeitsgedankens tilgt diesen
Flecken aus von deinem Dasein.
5. Ertöte den Sinn für das Sondersein.
6. Ertöte das Streben nach Sinnenwirkung.
7. Ertöte die Gier nach dem Wachstum.
8. Doch stehe einsam auf dich selbst beschränkt, weil nichts, was an dem Erdenkörper
haftet, nichts, was vom Sinn des Sonderseins erfüllt, nichts, was der Ewigkeit entfremdet
lebt, dir Hilfe bringt. Beachte die Empfindung. Nur wenn es dir gelingt, aus ihr zu
erlernen, erschließt du dir der Selbsterkenntnis Pforte und klimmst empor der Leiter
erste Stufe. Gleichwie die Blume unbewußt erwächst, doch sehnsuchtsvoll, dem Licht
sich zu erschließen, so wachse du; so strebe sehnsuchtsvoll, dem Ewigen die Seele zu
erschließen. Doch nur das Sehnen nach dem Ewigen darf Kraft und Schönheit dir
entwickeln, der Wunsch nach Wachstum nicht; denn während jenes zu höchster
Reinheit Schöne dich entfaltet, erstarrt des andren mächtige Leidenschaft dich zur
persönlichen Gestaltung.
9. Trachte nach dem nur, was in dir wohnt.
10. Trachte nach dem nur, was jenseits des Selbst liegt.
11. Trachte nach dem nur, was stets unerreichbar.
12. Denn in dir wohnt das Licht der Welt, - das einzige, das deinen Weg bestrahlt.
Vermagst du nicht es in dir zu erkennen, du wirst es anderwärts vergebens suchen. Und
dennoch liegt es jenseits deiner selbst. Dringst du zu ihm, hast du dich selbst verloren.
Und unerreichbar ist's denn immer weicht's zurück. In seinen Lichtkreis magst du
dringen, doch seine Flamme wirst du nie berühren.

Sonntag, 25. Mai 2008

Eckermann - Gespräche mit Goethe, 13.2.1831

Eckermann - Gespräche mit Goethe, 13.2.1831

"Johann Peter Eckermann - Gespräche mit Goethe (22)
(Über verschiedene Aspekte der Evangelien)

SONNTAG DEN 13. FEBRUAR 1831.

Bei Goethe zu Tisch. Er erzählt mir, dass er im vierten Akt des Faust fortfahre, und dass ihm jetzt der Anfang so gelungen wie er es gewünscht. [...]

Das Gespräch lenkte sich auf das Neue Testament, indem ich erzählte, dass ich die Stelle nachgelesen wo Christus auf dem Meere wandelt und Petrus ihm entgegengeht. Wenn man die Evangelisten lange nicht gelesen, sagte ich, so erstaunt man immer wieder über die sittliche Großheit der Figuren. Man findet in den hohen Anforderungen an unsere moralische Willenskraft auch eine Art von kategorischem Imperativ. »Besonders, sagte Goethe, finden Sie den kategorischen Imperativ des Glaubens, welches sodann Mahomet noch weitergetrieben hat.« Übrigens, sagte ich, sind die Evangelisten, wenn man sie näher ansieht, voller Abweichungen und Widersprüche, und die Bücher müssen wunderliche Schicksale gehabt haben, ehe sie so beisammengebracht sind, wie wir sie nun haben. »Es ist ein Meer auszutrinken, sagte Goethe, wenn man sich in eine historische und kritische Untersuchung dieserhalb einlässt. Man tut immer besser, sich ohne weiteres an das zu halten, was wirklich da ist, und sich davon anzueignen, was man für seine sittliche Kultur und Stärkung gebrauchen kann. [...]«"

Eckermann - Gespräche mit Goethe, 12.2.1831

Eckermann - Gespräche mit Goethe, 12.2.1831:

"Johann Peter Eckermann - Gespräche mit Goethe (21)
(Über eine biblische Allegorie)

SONNABEND DEN 12. FEBRUAR 1831.

Ich lese im Neuen Testament, und gedenke eines Bildes, das Goethe mir in diesen Tagen zeigte, wo Christus auf dem Meere wandelt, und Petrus, ihm auf den Wellen entgegenkommend, in einem Augenblick anwandelnder Mutlosigkeit sogleich einzusinken anfängt.

»Es ist dies eine der schönsten Legenden, sagte Goethe, die ich vor allen lieb habe. Es ist darin die hohe Lehre ausgesprochen, dass der Mensch durch Glauben und frischen Mut im schwierigsten Unternehmen siegen werde; dagegen bei anwandelndem geringsten Zweifel sogleich verloren sei.«

(Eckermann, Gespräche mit Goethe; Überschrift vom Herausgeber eingefügt)"

Freitag, 23. Mai 2008

Der Dialog

Produktivität und Empfänglichkeit in den dialogischen Prozessen


Auszug aus Karl -Martin Dietz, „Produktivität und Empfänglichkeit“, S.118 f


....Wenn jemand einen Gedanken äußert, frage ich mich nicht als erstes, was ich davon halte und ob ich mich damit identifizieren kann, sondern ob ich ihn überhaupt verstehe und was der Gedanke enthält. Verstehe ich nur, was der andere sagt, oder auch was er meint ? Welche Voraussetzungen und Konsequenzen hat der geäußerte Gedanke? Wie fügt er sich in einen größeren Zusammenhang ein? Finde ich selbst einen Zugang zu dem Gedanken (wozu ich meine geistige Produktivität bemühen muss) oder bleibt er für mich formal? Was kann ich tun, um einen eigenen Zugang zu finden? Welche Verständnisleistungen (nicht: Meinungsäußerungen) müssen erbracht werden?

Der Empfindung eines anderen Menschen gegenüber frage ich nicht in erster Linie, wie weit sie zu meinen eigenen Einstellungen, Erfahrungen, Gefühlen usw. passt, sondern ich versuche, sie vom anderen Menschen her zu verstehen: Wie ist seine Äußerung gemeint und worauf geht sie hinaus? Ich nehme sie nicht zum Anlass, mich in mein eigenes Empfindungsleben einzuspinnen. Indem ich mich für die Empfindung des anderen interessiere, befreie ich mich zugleich aus meinen eigenen emotionalen Verstrickungen.

Macht jemand einen bestimmten Handlungsvorschlag, dann versuche ich, bevor ich innerlich oder äußerlich dazu Stellung nehme, das dahinter stehende Motiv zu verstehen. Ich versuche weiter, die Konsequenzen zu überdenken, und frage mich schließlich, was mir an dem Vorschlag des anderen einleuchtet und was nicht. Ich frage mich aber vielleicht auch, inwieweit sich der andere selbst mit seinem Vorschlag identifiziert. Manchmal werden ja Vorschläge auch eingebracht, um zu provozieren oder weil jemand zu nervös war, um zu schweigen. Beides muss man bemerken. Letzten Endes geht es nicht nur darum, ob der Vorschlag sachlich passend und durchdacht, sondern auch darum, ob er willensgetragen ist. Es gibt hervorragende Vorschläge, mit denen sich aber keiner der Beteiligten wirklich identifiziert: dann sollte man sie nicht durchführen. Bevor etwas gemeinschaftlich getan wird, muss nicht nur nach Gedanken und Gefühlen, sondern auch nach dem Willenseinsatz gefragt werden. Dabei muss es gar nicht immer derjenige sein, der den Vorschlag eingebracht hat, der sich hinterher damit existenziell verbindet. Hier kann es Arbeitsteilung und Wechselseitigkeit geben. Auch das ist eine Frucht von Produktivität und Empfänglichkeit. ....


Der Sinn im Sinn

Hegel - aktuell

"Sinn" nämlich ist das wunderbare Wort, welches selber in zwei entgegensetzten Bedeutungen gebraucht wird. Einmal bezeichnet es die Organe der unmittelbaren Auffassung, das andere Mal aber heißen wir Sinn: Die Bedeutung, den Gedanken, das Allgemeine der Sache. Und so bezieht sich der Sinn einerseits auf das unmittelbar äußerliche der Existenz, andererseits auf das innere Wesen derselben.


Eine sinnvolle Betrachtung nun scheidet die beiden Seiten nicht etwa, sondern in der einen Richtung enthält sie auch die entgegengesetzte und fasst im sinnlichen, unmittelbaren Anschauen zugleich das Wesen und den Begriff auf. Da sie aber ebendiese Bestimmungen in noch ungetrennter Einheit in sich trägt, so bringt sie den Begriff nicht als solchen ins Bewusstsein, sondern bleibt bei der Ahnung desselben stehen. [ ... ]


Von solcher Art ist die Goethesche Schauung und Darlegung der inneren Vernünftigkeit der Natur und ihrer Erscheinungen. Mit großem Sinne trat er naiver Weise mit sinnlicher Betrachtung an die Gegenstände heran und hatte zugleich die volle Ahnung ihres begriffsgemäßen Zusammenhangs. Auch die Geschichte kann so erfasst und erzählt werden, dass durch die einzelnen Begebenheiten und Individuen ihre wesentliche Bedeutung, und ihr notwendiger Zusammenhang heimlich hindurchleuchtet.“


Aus: Das Goetheanum Nr. 19/20 08 -“Hegels Christusimpuls“ von Olaf Oltmann



Samstag, 17. Mai 2008

Simone Weil - Geist- Erfahrung

In einem ihrer letzten Briefe schrieb Simone Weil:

"Christus liebt es, dass man ihm die Wahrheit vorzieht, denn ehe er Christus ist, ist er die Wahrheit. Wendet man sich von ihm ab, um der Wahrheit nachzugehen, so wird man keine weite Strecke wandern, ohne in seine Arme zu stürzen. Danach habe ich empfunden, dass Plato ein Mystiker ist, dass die ganze "Ilias" von christlichem Licht durchflutet ist und dass Dionysos und Osiris in gewisser Weise Christus selber sind; und meine Liebe wurde hierdurch verdoppelt. (...) Im Frühjahr 1940 las ich die "Bhagavad-Gita". Seltsam, als ich diese wunderbaren Worte von einem derart christlichen Klange las, die einer Inkarnation Gottes in den Mund gelegt werden, da geschah es, dass mich das kräftige Gefühl überkam, dass wir der religiösen Wahrheit sehr viel mehr schulden als die Zustimmung, die man einer schönen Dichtung gewährt, eine Zustimmung von sehr viel kategorischerer Art. (...)

Die Kraft dieser Übung ist außerordentlich und überrascht mich jedes Mal, denn, obgleich ich sie jeden Tag erfahre, übertrifft sie jedes Mal meine Erwartung. Mitunter reissen schon die ersten Worte meinen Geist aus meinem Leibe und versetzen ihn an einen Ort außerhalb des Raums, wo es weder eine Perspektive noch einen Blickpunkt gibt. Der Raum tut sich auf. Die Unendlichkeit des gewöhnlichen Raumes unserer Wahrnehmung weicht einer Unendlichkeit zweiten oder manchmal auch dritten Grades. Gleichzeitig erfüllt diese Unendlichkeit der Unendlichkeit sich allenthalben mit Schweigen, mit einem Schweigen, das nicht die Abwesenheit des Klanges ist, sondern das der Gegenstand einer positiven Empfindung ist, sehr viel positiver als die eines Klanges. Die Geräusche, wenn deren da sind, erreichen mich erst, nachdem sie durch dieses Schweigen hindurch gegangen sind. Mitunter auch ist während dieses Sprechens oder zu anderen Augenblicken Christus in Person anwesend, jedoch mit einer unendlich viel wirklicheren, durchdringenderen, klareren und liebevolleren Gegenwart als jenes erstes Mal, da er mich ergriffen hat."

Dienstag, 6. Mai 2008

Selbstverwaltung braucht aktive geistige Arbeit


Weitere Auszüge aus Karl-Martin Dietz, Produktivität und Empfänglichkeit


Daher setzt Teilnahme an der Selbstverwaltung in der Schule die aktive Mitarbeit im Geistesleben voraus... Selbstverwaltung fordert außerdem ganz spezifische Fähigkeiten von den einzelnen Beteiligten. (Dietz S.98)


...Was die Grundlagen der Selbstverwaltung ausmacht: gleichberechtigte Lehrer, unter denen aber eine naturgemäße Autorität herrscht und sich ein gewisses hierarchisches System herausbildet. Gleichberechtigt also im demokratischen Sinne; aber durch Gleichberechtigung allein ist ist im Geistesleben nichts zu bewirken. Dazu bedarf es spezifischer Fähigkeiten, und die sind unterschiedlich nach Qualität und Quantität. Im geistigen Leben kann nicht jeder ein Urteil haben, im geistigen Leben kann jeder nur das Urteil haben, zu dem er befähigt ist. Da muss alles aus der Individualität heraus kommen. ...


Wenige Monate nach dieser Äußerung wird... das Gleichberechtigte aller Lehrer relativiert und die Bildung eines engeren und eines erweiterten Kollegiums vorgeschlagen: Es ist gar nicht von vornherein ausgemacht gewesen, dass jeder Fachlehrer im Lehrerkollegium sitzen soll. Es sollte da sein ein engeres Kollegium, in dem die Klassenlehrer sind mit den älteren Fachlehrern, und daneben das erweitertes Kollegium.

...Und am Tag darauf erfährt die Ansicht, es müsse immer ein Gemeinschaftsbeschluss hergestellt werden, bevor der Einzelne handeln kann, einen Dämpfer:

...Wenn einer es tut, gewiss. All diese Dinge sind gut, wenn sie getan werden, sehr gut sogar. Das braucht man nicht zu beschließen, das kann jemand tun.

Geistesleben beruht auf der Initiative des Einzelnen, nicht auf Mehrheitsbeschlüssen! Kollegiumsbildung soll das Handeln der Einzelnen ermöglichen, nicht kontrollieren oder regulieren. (Dietz, S.101 f)


(Die kursiven Stellen sind wiederum Zitate von Rudolf Steiner)

Freitag, 2. Mai 2008

Zwischen "Null Bock" und " Generation Praktikum"

Süddeutsche Zeitung 26./27.4.2008


"Hände weg von unserer Kindheit!"


....Der Umbau der Schulen von Bildungs- zu Ausbildungsstätten etwa ist, angetrieben von Eltern und Wirtschaft, in vollem Gange. Die Politik ist eingeknickt angesichts hoher Arbeitslosigkeit und Globalisierung. Damit keine Zeit verschwendet wird in den besten Jahren. Damit nichts gelehrt wird, das nicht unmittelbar der baldigen professionellen Verwendbarkeit in die Hände spielt. Der Anteil der Schüler, die Nachhilfeunterricht nehmen, steigt entsprechend unaufhaltsam. Waren es 2002 noch 18 Prozent aller Schüler, sind es im vergangenen Jahr schon 23 Prozent gewesen. 50 Prozent aller Schüler haben inzwischen in ihrer Schullaufbahn schon einmal Nachhilfe absolviert.
"Hände weg von unserer Kindheit!" titelte zuletzt die Frankfurter Allgemeine Zeitung sehr zu Recht - aber angesichts all derer, die bereits die Hand auf Kindheit und Jugend haben, wirkt das fast etwas naiv. Genau genommen bedeutet jung zu sein heute, umstellt zu sein von Möglichkeiten, die natürlich nicht als die Optionen verkauft werden, die sie einmal waren, sondern als die schier unfassbaren Chancen, die sie mit Blick auf die Zukunft sein können.


http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/571/171070/6/

Donnerstag, 24. April 2008

Ein Rap vom Leben nach dem Tode

Baba Saad - Das Leben Ist So

Album:
Saadcore

Vers 1:

Der Himmel ist grau geworden,Ich steh vor meinem Haus,

Ich höre nur die Stille und es kommt mir vor wie ein Traum (wie ein Traum)

Die Tür geht auf und Ich laufe in das Wohnzimmer

Und normalerweise hört sie ihren Sohn immer.Der Kamin ist aus, die Möbel umgestellt,

Es ist komisch wenn noch nicht mal unsre Hunde belln,

Alles hat sich verändert außer mein Zimmer,es ist immer noch dasselbe - kann mich an alles erinnern,

Und ich blicke aus dem Dachfenster,

Unser Garten ist leer,Ich seh keine Kinder spieln - Es gibt keinen der nervt,

Es muss doch irgendwas passiert sein,Diese Stille macht mich so verrückt - das ich's auf Papier schreib.Man bin ich wach oder Träume ich das,

Ich ruf Sie an - warum heben meine Freunde nicht abIch höre Autos vor dem Haus Parken

Alle meine Verwandten sind vor der Tür und ich seh sogar den Trauerwagen

Refrain:

Du bist den ganzen Ärger täglich gewohnt

Und fragst dich warum wirst du nich von den Problemen
verschont

Doch das Leben ist so

Du rennst davon nur weil der Regen dich holt

Und du hast Angst vor dem ewigen TodDoch das Leben ist so

Du solltest jeden Tag beten - nicht nur beten in Not

Ich schwör ich rede nich bloß - Man Das Leben ist so

Die Engel meinen deine Eltern Sie vergeben dir schon

Und das sich trän'n nich lohnDenn Das Leben ist so

Vers 2:

Ich laufe runter in den Flur

Ich stehe da und grüße Jeden

Isch glaub das keiner mich versteht, weil zu viele reden

Meine Ma' ist in der Küche mit dem Telefon

Und Sie hat Tränen in den Augen, bitte rede schon

Was ist passiert, ist es wieder wegen mir

Was hab ich schon wieder angestellt das du mich ignorierst

Ich weiß das du sauer bist, So bist du immer wenn du sauer bist, so das ich Scheiße mach

Das bedauer ich.Meine kleine Schwester - warum weinst du denn bloß,

Du solltest nich mehr wein' - du bist groß,komm ich nimm dich in den Arm

Doch ich schau dir in die Augen

Und du guckst so - als wär ich gar nicht da (gar nicht da)

Es schmerzt wie ein Stich in mein Herz

Denn nicht mal meine kleinen Geschwister hier nehm'm mich Ernst

Geschweige denn von den anderen hier.Warum hört mir keiner zu

Papa bitte rede mit mir!

Vers 3:

Isch fühle mich leer - Ich schwör

Isch bin so müde und so schwer

Was soll die ganze Scheiße ist das hier ne Prüfung vom Herr'n?

Jemand soll doch reden - sag was hab ich wieder getan

Ich war doch immer da für euch - ich schwör Ihr widert mich an

Wie soll ich diesen Tag durchstehn,Ich red mit mein Verwandten

Mir kommt es vor als würden Sie durch mich durchsehn

Ich merk das ihr auf mich scheißt,

Und wenn ihr jetzt so weiter macht scheiß ich auch auf euch

Egal ob ihr traurig seidIch bleib hart - es kann schmerzen wie es will,

Wenn ihr mich so hasst warum steht die Kerzen an mei'm Bild

Isch guck nach unten und kann es nicht fassen

Denn grade hat mich auch mein Schatten verlassen - Was passiert hier.Ich will endlich wissen was meine Eltern trifft.Vor mir ist ein Spiegel doch ich seh mich grade selber nich

Ich hab kein Bock - Ich will so nicht mehr weiterleben

Mir kommt es vor als hätten alle einen Geist gesehen.

Refrain:

Du bist den ganzen Ärger täglich gewohnt

Und fragst dich warum wirst du nich von den Problemen
verschont

Doch das Leben ist soDu rennst davon nur weil der Regen dich
holt

Und du hast Angst vor dem ewigen Tod

Doch das Leben ist soDu solltest jeden Tag beten - nicht nur
beten in Not

Ich schwör ich rede nich bloß - Man Das Leben ist so

Die Engel meinen deine Eltern Sie vergeben dir schon

Und dass sich trän'n nich lohn

Denn Das Leben ist so

Quelle: http://www.magistrix.de/lyrics/Baba%20Saad/Das-Leben-Ist-So-Screwaholic-Remix-258670.html

Freitag, 18. April 2008

Der Freie Geist als Entwicklungsziel des Menschen

Auszüge aus Karl-Martin-Dietz „Produktivität und Empfänglichkeit“ -Heidelberg 2008


>> Man könnte die Kerneigenschaften des freien Geistes so zusammenfassen:


-Originalität statt Traditionsverhalten


-eigene Urteilsfähigkeit statt ideologische Besetztheit oder Beliebigkeit


-Initiative statt Weisungsgebundenheit oder Anpassung


Wenn ich diese Eigenschaften auch beim anderen Menschen voraussetze, entstehen völlig neue soziale Verhältnisse. Sie beruhen auf Freiheit statt Macht, Verständnis, statt gegenseitiger Bewertung und auf Begegnung statt Instrumentalisierung des anderen. ...

In der Praxis ist es nicht besonders schwer, sich selbst zu prüfen, wie weit man sich zur Verwirklichung des freien Geistes aufzuschwingen vermag. Man kann sich zum Beispiel folgende Fragen stellen:

  • Sehe ich in jeder konkreten Tat, die ich tue, einen Sinn für das Ganze ?

  • Trage ich die Verantwortung für das Ganze mit ? Oder dient meine Tätigkeit letztlich nur meiner persönlichen Selbstverwirklichung ?

  • Verwechsle ich Autonomie mit Eigenwilligkeit (Ich darf jetzt etwas tun, ohne andere zu fragen) ? Oder sehe ich Freiheit als Aufgabe und Anforderung an mich selbst zur eigenen Weiterentwicklung ?

  • Mache ich das, was ich mache, ganz ? Oder habe ich ein Jobbewusstsein: beschränkte Tätigkeit, beschränkte Zeit, beschränkter Aufgabenbereich, beschränkte Verantwortung ?


Dazu, etwas „ganz“ zu machen, gehört gewiss auch, es gar nicht zu machen, wenn man es – aus welchen Gründen auch immer – nicht leisten kann. Und es gehört auch dazu, dass ich die Verantwortung für das, was ich tue, vor mir selbst übernehme, nicht vor einer Behörde, vor Vorgesetzten oder einem Kollegium. <<

Dietz, s.o. S.46 ff


Man gibt immer den Verhältnissen die Schuld für das, was man ist. Ich glaube nicht an die Verhältnisse. Diejenigen, die in der Welt vorankommen, gehen hin und suchen sich die Verhältnisse, die sie wollen, und wenn sie sie nicht finden können, schaffen sie sie selbst.

George Bernhard Shaw


Auf dieser Grundlage kann d er Einzelne seine Beiträge für die Gemeinschaft leisten. Ich handle aktiv im sozialen Zusammenhang; gestalte ihn mit, aus mir selbst heraus, d.h. initiativ; ich verantworte mit meinem Handeln nicht nur meine einzelne Tat, sondern auch das Ganze, an dem ich mitwirke. Geistige Produktivität ist somit die zentrale Leistung des Einzelnen für die Gemeinschaft;

S.61



Geistige Produktivität ermöglicht in der Zusammenarbeit ein Handeln aus Geistesgegenwart. Wo sie nicht gepflegt wird, treten Regeln und Programme an ihre Stelle. Regeln bestimmen Anlässe und Verläufe des Handelns im Einzelnen. Man braucht sie aber vor allem dann, wenn einer Gemeinschaft die geistige Zielsetzung abhanden gekommen ist oder wenn den Einzelnen nichts einfällt. Rechtliche Regelung ersetzt dann geistigen Einsatz. Programme sind so etwas wie verdünntes und geronnenes Geistesleben. Sie werden abstrakt gefasst, meist auch ohne Rücksicht auf eine bestimmte Situation. Und wenn sie wasserdicht ausgearbeitet sind, sollen sie angewandt werden. Jeder weiß, dass das nicht wirklich funktioniert - und dennoch ist es die übliche Vorgehensweise. (Dietz S. 63 f)


Sonntag, 13. April 2008

Vom Schmecken

Rudolf Steiner , Die Kunst des Erziehens – GA 311, S. 27


.. Wenn nun der Zahnwechsel sich vollzogen hat, dann ist das Kind nicht mehr in demselben Grade Sinnesorgan wie früher. Es nimmt schon ab von dem Lebensalter zwischen dem dritten und vierten Jahre; aber bis dahin hat ja das Kind ganz besondere Eigentümlichkeiten, die man eigentlich meistens gar nicht kennt. Wenn Sie etwas essen, etwas Süßes oder Saures, so spüren Sie das an Zunge und Gaumen. Wenn das Kind Milch trinkt, spürt es den Milchgeschmack durch den ganzen Körper hindurch, denn es ist auch Sinnesorgan in bezug auf das Schmecken. Es schmeckt durch den ganzen Körper durch

Die Pädagogische Praxis - GA 306 , S. 42

...Wenn wir zum Beispiel als erwachsener Mensch Zuckerl lutschen, was wir ja eigentlich nicht sollten, dann bedeutet das eigentlich nur eine Annehmlichkeit für die Zunge, für den Gaumen; weiter nach dem Körper hinein hört es auf. Das Kind ist in einer anderen Lage; da setzt sich der Geschmack weiter fort . .. Was sich später in unsere Sinnesorgane geflüchtet hat an unserer Körperoberfläche, das lebt im Kinde im ganzen Organismus.

Natürlich müssen Sie diese Dinge nicht grob nehmen, aber im wesentlichen sind sie schon vorhanden, Und sie sind so vorhanden, dass sie auch die äußere Physiologie einmal .... wird nachweisen können. ...


Nun hat man festgestellt, dass der Magen und der Darmbereich wirklich „riechen und schmecken“ kann. Auf wissenschaftlich ausgedrückt klingt das so:


Forscher entschlüsseln Geheimnis der Gewürze

...Die Forscher entdeckten, dass die Rezeptoren für Thymol und Eugenol, den Aromastoffen des Thymians und der Gewürznelken, nicht nur in der Nase vorkommen, sondern auch in den so genannten Sensorzellen der Schleimhaut im Magen-Darm-Trakt. In ihren Experimenten stimulierten sie diese Sensorzellen mit den Gewürzen und beobachteten dabei eine Erhöhung der interzellulären Kalzium-Konzentration, die wiederum zu einer Freisetzung des Botenstoffes Serotonin führte. Durch Serotonin werden im Verdauungstrakt die Muskelbewegungen und die Sekretion von Verdauungssäften gesteuert. ....

Kritisch sehen die Münchener Forscher allerdings die tägliche Allgegenwart von Aromastoffen in Nahrungsmitteln, Kosmetika und Waschmitteln: Sie könnten für Reizdarmbeschwerden verantwortlich sein.“

Quelle: http://www.uni-muenchen.de

Sonntag, 6. April 2008

Woher die Ideen kommen

Die Inspiration der Wissenschaft

Im Alltagsbetrieb unserer materialistischen Weltanschauung vergisst man oft, die Dinge in ihrer Realität zu betrachten. Es ist eine weit verbreitete Vorstellung, dass die Ideen von Menschen direkt hervorgebracht oder erzeugt werden.


Wenn man jedoch die Wege mancher Naturwissenschaftler studiert, dann wird man immer wieder darauf gestoßen, dass die Ideenwelt zum Menschen kommt, wenn er sich ihr nähern will.

Hier eines der bekanntesten Beispiele für diese Tatsache:

"Ourobourosschlange in der Nacht"

FAZ 5.April 2008
Von Holger Appel

Vor Friedrich August Kekulés Theorie gab es nur vage Vorstellungen, wie die Atome in einem Molekül miteinander verknüpft sind. Viele Chemiker zu seiner Zeit dachten, dass die Strukturen von Molekülen nicht erkennbar sein konnten, da Reaktionen die Struktur unvorhersagbar verändern würden. Kekulé untersuchte verschiedene Kohlenstoffverbindungen, insbesondere Benzol, dessen Struktur lange ein Rätsel blieb. Dann ereilte ihn 1890 ein Wachtraum.


In der Nacht der Entdeckung habe er an seinem Schreibtisch gesessen und im Halbschlaf das Funkenspiel des Kaminfeuers betrachtet, berichtete der Chemiker. Mit einem Male habe ein Traum die lang gesuchte Lösung gebracht: Er habe die Kohlenstoff- und Wasserstoffatome vor seinen Augen tanzen gesehen. In diesem Traum sei ihm das alte, alchimistische Symbol der Ourobourosschlange erschienen, deren Kopf in den eigenen Schwanz beißt. In der Folge stellte er die Benzol-Theorie auf, mit der er die bis dahin rätselhafte Struktur des Benzols als einen aus sechs Kohlenstoffatomen bestehenden symmetrischen Ring erklärte – ein Durchbruch für die Chemie im Verständnis komplexer Kohlenstoffverbindungen.

Donnerstag, 3. April 2008

Ein schulreifes Kind

Im Zug

Im Abteil sitzt ein Mädchen, das, wie sich bald herausstellt, nach den Sommerferien in die Schule kommen wird. Die Zahnlücken sind deutlich sichtbar. Es hat auf dem kleinen Tischchen vor sich Blätter und malt ein wenig. Dabei plaudert sie ununterbrochen mit ihrer Mutter.
"Mama,warum dreht sich die Erde?" Wie soll ich dir das erklären? Das kann ich nicht. Frag doch mal die Herren hier im Abteil. Ein Opa gibt die Frage an seinen Sohn weiter. Der weiß es auch nicht. Ich sage dann: Hast du dich nicht auch schon mal gedreht? Weißt du, wenn du getanzt hast. So ist das auch mit der Erde, sie tanzt um die Sonne. Alles im Abteil seufzt erleichtert auf.

(Im folgenden Dialog zwischen Mutter und Kind sind die Worte der Mutter immer kursiv gesetzt)

Mama: Was malst du da? "Das ist eine Osterhasenblume."
Das gibt es doch gar nicht! "Doch!"
"Gibt's auch dunkelschwarz?"
"Das ist ein Schneckenhauserhaus.- Kakerkakerlaus"
"Mama, rate mal, wie alt ich bin!"
Ich bin deine Mama, ich weiß das.
"Du musst es doch raten."

Es versteckt dabei auch immer, was sie malt, die Mutter darf es nicht sehen, muss immer raten, was es sei. Alles soll erraten werden. Alles ist wie ein Rätsel.

"Kolikakak heißt die böse Fee."

Die Mutter ist verzweifelt wegen der Redseligkeit der Tochter. Sie guckt verlegen aus dem Zugfenster.
"Mami, warum guckst du so traurig?"
Ich gucke nicht traurig!

Im Sprechen genießt das Kind sein Sprechen. Und geht dabei auch immer wieder über in einen Singsang, wobei es Worte reimt, erfindet, kombiniert und ganz in einem Klangerlebnis lebt. Die Mutter muss darüber lachen.
"Warum lachst du? - Ich meine es ernst!"

"Mami, was bedeutet die "2" auf der Abteiltüre?"
Hier ist die 2.Klasse.
"Fahren wir hier in der Schule?"

"Mami, warst du auch in der Schule? Hast du auch deutsch gelernt zu reden, als du ein Baby warst? .... Warum, warum, ist alles dumm......Warum, warum ist alles dumm...Mama...
Wie hast du deutsch gelernt?"
Ja, als Baby!

"Aber Babys sprechen doch immer nur Bubbubub.."
"Ich habe mein Auge vergessen." Verdeckt ein Auge mit der Hand.
"Es tut gar nicht weh, wenn man Ohrlöcher kriegt."
Aber das zwiebelt doch so!
"Ich hab doch keine Zwiebel in die Ohren gekriegt."
Das nennt man aber so; Mama ist wieder verlegen...

"Rate mal, wie ich heiße ? Gigagigako"
Malt Bauch und Po. "So heiß ich!"

Zur Ablenkung gibt ihr die Mutter eine Brezel, damit sie statt zu plaudern einmal äße.
Sie beißt ein Stück von der Brezel ab und ruft: "Schau Mama, jetzt ist es eine Hängematte."

Jetzt hat Mama Kopfschmerzen.
Kannst du mal 5 Minuten still sein!
"Dann rede ich eben mit mir selber!"

"Hast du schon mal gemalt?"
Früher.
"Wann? Als du ein Baby warst?"
Babys können nicht malen.
Singend: "Doch , Babys können wu-unde- er-schö -ön malen."

"Werd ich auch mal Mama?"
Ja.
"Wann? In Hundert Jahren? In Unendlich? " S
olang du isst, kannst du doch mal den Mund halten!
"Kann ich nicht!"

"Hast du schon einmal einen Schneckenturm gesehen?"
Ist das die Schnecke von deiner durchsichtigen Freundin?
"Rate mal, wie die heißt?"
Marie.
"Maria! - Kennst du auch einen Jungen, der Maria heißt?

Es sieht draußen ein Flugzeug, das sich dem Horizont nähert. "Es fliegt nach unten und wird doch immer kleiner," sagt es mit großer Verwunderung.

"Wusstest du, dass ein S ein S ist? Mama, wusstest du als du ein Baby warst, dass du ein Baby bist?"
"Warum heißt Ohrring Ohrring? Der ist doch nicht immer rund!"

"Ein bisschen komm ich aus der Türkei. Papa kommt aus der Türkei. Den hat Oma uns geschenkt. Babys kommen aus dem Popo..... Dann sind sie aber schmutzig, stinkig."

Mutter hat zur Ablenkung ein Puzzlespiel ausgepackt. Tochter fängt an die Puzzleteile zu zählen.
Wieso willst du die jetzt zählen? Puzzle doch einfach...
"Jetzt musst duu zählen!"

Ich muss nicht zählen, ich weiß wieviel Teile es sind: 40.

"Sind 100 mehr als vierzig?"

"Ich bin die schnellste im Kindergarten beim Kaka machen. Maria mein Furz...."
Pssst!
"Darf ich kein Furz mehr sagen?"
"Kennst du meine Furze?"

"Mami, wie lange war ich nicht zu Hause?"

Wir sind erst 2 Stunden unterwegs...

Dienstag, 18. März 2008

Meditation lässt das Gehirn wachsen - Vedamagazin - Veda, Ayurveda, Meditation, Vastu, News

Meditation lässt das Gehirn wachsen - Vedamagazin - Veda, Ayurveda, Meditation, Vastu, News:

"'Unsere Resultate deuten darauf hin, dass Meditation auf Erfahrung basierende strukturelle Änderungen am Gehirn hervorrufen kann,' sagt Sara Lazar, PhD, vom psychiatrischen Neuroimaging-Forschungsprogramm, die Leiterin der Studie. 'Wir fanden auch Beweise dafür, dass Meditation den alterungsbedingten Abbau bestimmter Bereiche des Gehirns verlangsamen kann'."

Mittwoch, 12. März 2008

Rumi Gedicht

Du meinst, in jeder Kunst
und in jeder Wissenschaft geübt zu sein.
Und kannst doch nicht einmal vernehmen,
was dein eig'nes Herz dir sagt.

Wenn du nicht einmal diese schlichte Stimme hören kannst,
wie willst du ein Geheimnis hüten ?
Wie willst du auf diesem Weg weitergeh'n ?

Rumi - Das Lied der Liebe
-Die Weisheit göttlicher Liebe in den Versen des größten Sufi-Dichters - Knaur-Verl.

Dienstag, 11. März 2008

Kreidefelsen auf Rügen

Freitag, 29. Februar 2008

Aus der russischen Seele

Umdenken und Verständnis ist nötig
In der heutigen Zeit versuchen die westlichen Staaten ihr Staatsmodel und ihr Demokratieverständnis allen Staaten der Welt aufzuprägen. Es gibt keine Kultur des Verständnisses für andere Zivilisationen und Völker.
Besonders unverständlich ist gerade in Deutschland das Phänomen des Nationalgefühles, des Zusammenhörigkeitsgefühles innerhalb eines Volkes. Was aber in fast allen Staaten der Welt verbreitet ist, ohne dass man gleich von einem nationalen Extremismus sprechen kann.

Zunächst einmal muss man verstehen, was die anderen wollen. Zusammengehörigkeit, Moral, Religiosität sind in östlichen Ländern wichtige Gefühle, die das gesellschaftliche Leben prägen.

Einige Zitate aus einem Interview, das Kerstin Holm in der FAZ am 29.2.2008 mit Frau Narotschnizkaja von russischen Institut für Demokratie und Zusammenarbeit in Paris führte.

Das Ideal ist natürlich die Harmonie von der Freiheit des Einzelnen und den Interessen der Allgemeinheit, die vom Gesetz geschützt werden. Im Westen wird die menschliche Freiheit vor allem als Abwesenheit von Einschränkungen verstanden. In Russland fragt man eher, wozu Freiheit da ist. ... Freiheit soll der christlichen Tugend dienen...

Verglichen mit Europäern ist die Heimatbindung der meisten Russen sehr groß. Bei einer Umfrage nach Verbrechen, die man nicht verzeihen dürfe, antworteten 92%: Vaterlandsverrat. ...

Byzanz ist unsere Urmutter. Im 18. und 19. Jahrhundert war unsere Kultur stark westeuropäisch geprägt. Damals haben wir auch die Verachtung westlicher Denker, beispielsweise Herders, für die byzantinische Kultur übernommen. Im 20. Jahrhundert herrschte bei uns der Marxismus, auch ein Import aus Westeuropa, der allerdings von seinen Wurzeln abgeschnitten war. Das östliche und westliche Christentum sind Bruderzivilisationen. Deshalb ist das Ressentiment zwischen beiden so bitter.

Dass sich Russland von Europa entfremdet, ist eine traurige Entwicklung. Daran sind aber leider auch unsere Liberalen schuld, die für die russische Geschichte und russische Tradition nur Verachtung übrighatten. Sie verachteten das Volk ebenso wie die Obrigkeit. ...

Heute gehen dem Westen die nichtökonomischen Werte aus. Diese Art Freiheit führt in die Sklaverei des Fleisches. Angesichts des Andrangs nichtchristlicher Zivilisationen ist das besorgniserregend. Dass die christliche Tradition in der europäischen Verfassung nicht erwähnt wird ist skandalös. ...
Der östliche Mensch ist verzweifelt über die areligiöse und für ihn unmoralische Entwicklung des Westens. Er kann sie nicht verstehen.

Sonntag, 24. Februar 2008

Eine „Hiobs“-Botschaft

Aus den Karmavorträgen

„In der physisch – irdischen Welt, - wir haben gute Absichten, neben uns steht einer , der hat sehr böse Absichten: wir versuchen gute Handlungen auszuführen, es gelingt uns mehr oder weniger, neben uns steht einer, dem sozusagen alles gelingt. Wir sehen dann das Leben dahingehen. Nach Jahren oder Jahrzehnten blicken wir zurück auf dasjenige, was geschehen ist, und man kommt allzu leicht gegenüber dem physisch-irdischen Verlauf zum Urteil: Es ist nicht so, dass die gute Absicht, aber auch die guten Taten , im Erdenleben auch gute Folgen haben für den Menschen.- Zum Beispiel erscheint auf der Erde der Gute bestraft der Böse belohnt, indem der Gute unglücklich werden kann, der Böse glücklich werden kann. Wir sehen keinen Zusammenhang zwischen demjenigen, was moralisch lebt, und demjenigen, was sich physisch verwirklicht.

Dagegen hat alles Physische seine Konsequenzen; die magnetische Kraft muss das Eisen anziehen, sie hat diese notwendige Konsequenz. Auf der Erde verwirklicht sich zunächst für dasjenige Leben, das wir durchleben zwischen Geburt und Tod, nur, was im physischen Zusammenhang steht. Nun meine lieben Freunde, einen solchen physischen Zusammenhang gibt es im Sonnensein nicht. In diesem Sonnensein gibt es nur einen moralischen Zusammenhang. Jedes Moralische hat dort die Macht sich auch zu realisieren und in entsprechender Weise zu realisieren. Das Gute bewirkt Daseinserscheinungen, die beglückend sind, das Böse bewirkt Daseinserscheinungen, die für den Menschen nicht beglückend sind. ...“

Rudolf Steiner in den „Karmavorträgen“ GA 238, Seite 101

Samstag, 16. Februar 2008

Gehirn und Bewusstsein

Dieser Artikel wurde im Jahre 2004 verfasst - fand aber kein Forum der Veröffentlichung

Seit einiger Zeit ist wieder einmal ein Geisteskampf aufgeflammt, der seit dem Siegeszug des Materialismus immer wieder die Wissenschaftler entzweit hat. Es geht um die Frage des Zusammenhangs zwischen unserem menschlichen Bewusstsein und dem physischen Gehirn. Die grandiosen heutigen Möglichkeiten in die kleinsten, ja allerkleinsten, molekularen Abläufe im Gehirn mit technischen Apparaten hineinzuschauen, haben die Debatte um den Ursprung des menschlichen Bewusstseins wieder heftig aufleben lassen. Man hat ja inzwischen herausgefunden, dass es zu jeder Denkbetätigung, ja auch zu bestimmten Charakteranlagen etwas Entsprechendes in den biologischen Vorgängen und in den Strukturen des Gehirns gibt. Und eine Gruppe von Wissenschaftlern geht nach wie vor davon aus, dass alle Bewusstseinsvorgänge ihren Ursprung im physischen Gehirn haben. Ihre modernen Forschungen scheinen das mit erdrückendem Gewicht zu beweisen. Dagegen haben die Verfechter der menschlichen Freiheit bzw. der Unabhängigkeit des Bewusstseins von den Gehirnstrukturen einen schweren Stand.

Nun erschien mitten in dieser Auseinandersetzung im Frühjahr diesen Jahres in einer überregionalen deutschen Tageszeitung ein außerordentlich bemerkenswerter Leserbrief. Ein Professor schildert darin, dass er einmal in Zusammenhang mit der oben erwähnten Debatte von eben dieser Tageszeitung des Auftrag bekommen hatte, einen Artikel über das menschliche Bewusstsein zu schreiben. Das Thema sollte folgendermaßen lauten: „Kann der Geist erkranken?“* Er erzählt nun in diesem Leserbrief, wie er sich an die Arbeit machen wollte, aber der Artikel gelang nicht. So sehr er sein Gehirn auch zermarterte, es wollten nicht die rechten Worte in die Feder fließen. Als er schließlich verzweifelt seine Bemühungen aufgab und zum Telefonhörer griff, um der Zeitungs-Redaktion mitzuteilen, dass er nicht in der Lage sei, diesen Artikel zu schreiben, „ ...da geschah das Unglaubliche: Ich ‚sah’ mit einem ‚inneren Auge’ den ganzen Beitrag vor mir. Er war fertig, alles war ‚geschrieben’, ich brauchte es nur noch ‚abzuschreiben’. Aber sofort! Ich schrieb das Ganze in einem Zug ohne nachzudenken. Und war überrascht! Das war etwas anderes, als ich mir ausgedacht hatte. Es war gut, doch ‚ich’ hatte das nicht geschrieben, es war mir zugefallen – von woher?

Also während dieser Mensch sich mit seinem Denken, seinem wachen, bewussten, intellektuellen Denken bemüht, einen Artikel über den „Geist“ zu schreiben, scheitert er mit eben diesem Denken, er kommt nicht weiter. Als er dann aufgibt, kommt es zu einem Durchbruch: Er sieht den ganzen Inhalt vor sich oder in sich. Natürlich stammt dieser Inhalt von einer anderen Ebene als derjenigen, auf der er sich vorher mit seinem alltäglichen Denken bewegt hat. Aber dennoch haben beide Ebenen nichts mit der äußeren sinnlichen Welt zu tun, sondern haben rein innerlichen, geistigen Charakter. Die Schilderungen dieses Leserbriefschreibers veranschaulichen auf sehr exakte Weise bestimmte geistige Phänomene in unserem Bewusstsein.

Wir müssen in uns zwei Bewusstseinsebenen deutlich unterscheiden. Auf der einen Ebene, nennen wir sie die untere, sind wir mit unserem ich-geführten Denken tätig, von der anderen, nennen wir sie die höhere, kommt uns etwas zu, von dem wir das Gefühl haben können, dass wir es nicht selbst geschaffen haben. Auf der unteren Ebene empfinden wir uns als aktiv Schaffende, auf der höheren Ebene ist unser Ich wie passiv empfangend. Aber auf beiden Ebenen geht es um das gleiche Thema. Auf der unteren Ebene findet meine bewusste Bemühung um einen Inhalt statt, von der höheren Ebene kommt die Antwort zum gleichen Thema, nur eben anders als „ich“ sie erwartet hatte. Gleichwohl kann man erleben, dass man die geschenkte Antwort mit seinem ganzen wachen Bewusstsein durchdringen und denkerisch nachvollziehen kann. Die Antwort ist auf keinen Fall absonderlich, unlogisch oder gewissermaßen vom Inhalt her „mystisch“. Sie ist allerdings gewöhnlich nicht so, wie man bisher seine Gedanken üblicherweise formte, sondern es lebt meist etwas Neues in einer solchen eingegebenen Antwort.

Um zu einem vertieften Verständnis dieser beiden Ebenen zu gelangen, sei es gestattet einen bildhaften Vergleich anzuführen. Bei unserer denkerischen Betätigung ist es sinnvoll, wie ein Gärtner vorzugehen. Dieser sät zunächst, dann gießt er die Saat, düngt und pflegt sie sorgfältig. Schließlich erntet er die Früchte. Aber er kann die Früchte nicht selbst hervorbringen. Sie werden ihm gewissermaßen durch die Naturkräfte geschenkt. Seine eigene pflegende, helfende Tätigkeit ist etwas ganz anderes als das, was in der Pflanze geschieht. Die eine Ebene, die untere, ist also die Arbeit des Gärtners, gleichwohl ist sein Bestreben und Ziel, Früchte zu bekommen. Die andere, die höhere Ebene ist der Lebensprozess der Pflanze, der mit den ganzen Natur- und Himmelskräften zusammenhängt und der die Früchte hervorbringen lässt.

Genau so arbeitet unser Bewusstsein: Wir sind zum einen aktiv denkerisch tätig, wir nehmen Informationen auf, wir lassen unsere Gedanken um einen Gegenstand kreisen, wir denken Gedanken, die wir anderswo aufgenommen haben, nach, wir konzentrieren uns, wir machen Gedankenübungen usw. Das entspricht der pflegerischen Tätigkeit des Gärtners. Aber es wäre eine Täuschung, wenn wir denken würden, dass wir so wirklich etwas Neues, Eigenständiges hervorbrächten. Und dieser Täuschung unterliegt gewissermaßen unserer ganze Kultur. Ein Gärtner könnte selbst nur rote Tomaten hervorbringen, wenn er sie aus Ton formte und dann rot anmalte. Dann wären sie aber tot und ungenießbar. Ähnlich verhält es sich mit den allermeisten Produkten der herrschenden Denkkultur, sie haben kein wirkliches Leben in sich und für den sensibel empfindenden Menschen sind sie auch ungenießbar. Eine andere Tatsache, der wir in unserem alltäglichen Leben auch häufig begegnen lässt sich vergleichsweise so ausdrücken: Der Gärtner ginge auf den Markt und kaufte dort, die von anderen produzierten Tomaten; dann hätte er sie aber nicht selbst erzeugt. Auch das entspricht unserem heutigen Geistesleben: Man wiederholt immer in neuen Anordnungen die gleichen Gedanken, die irgendwann einmal irgendjemand geäußert hat und die somit zu dem allgemein anerkannten bürgerlichen Gedankengut gehören.

Nun zur zweiten, höheren Ebene. Dort reift etwas heran, während wir uns auf der unteren Ebene abmühen, was uns dann in einem bestimmten Moment wie durch eine Eingebung zukommt.

Nur dadurch, dass wir häufig sehr ungenau im Beobachten unserer Bewusstseinsvorgänge sind, unterscheiden wir diese beiden Ebenen nicht. Aus einem gewissen Hochmut heraus denken wir, wir würden selbst innerlich geistig alles hervorbringen, indem wir denkerisch tätig sind. Es ist dies der gleiche Irrtum wie der, dem der Gärtner erliegen würde, wenn er meinte, er selbst brächte die Früchte hervor, die er anbaute.

Aber wie die Sonnenkraft erst die Früchte reifen lässt, so bescheint eine höhere Geisteskraft unsere Gedankenkeime. Es braucht dann nur etwas Geduld, Ruhe, Konzentration und auch schließlich eine völlige Zurücknahme des logischen-intellektuellen Denkens, damit die andere Ebene sich äußern kann. Der Schreiber des Leserbriefes empfand es so, als ob er sein „Ich“ aufgeben musste, um die höhere Eingebung zu erhalten: Erst im Moment der ‚Ich-Aufgabe’ brach das inzwischen ohne mein Zutun von einer unbewussten Instanz Verfasste durch. Mir scheint, dass ‚tiefere’ Schichten des Gehirns mit ‚tieferer’ Einsicht sich gegenüber dem Ich-Bewusstsein durchgesetzt hatten.“ Natürlich kann nicht von einer Aufgabe des „Ichs“ die Rede sein. Das wäre nur richtig, wenn man das wach-bewusste Denken mit dem eigenen Ich gleichsetzen würde. Sinnvoller ist es, das Denken als ein Werkzeug oder eine Betätigungsart des Ichs anzusehen. Denn man erlebt, dass das Ich überall mit dabei ist, entweder aktiv schaffend oder auch passiv empfangend. Dieses Ich beurteilt jeweils auch, die Qualität der eigenen Denkleistung. Das Ich des Autors zeigte sich z.B. in dem Leserbrief unzufrieden mit den Denkergebnissen, es spürte, dass die Ergebnisse nicht dem entsprachen, was es auf einer anderen Ebene erlebte oder ahnte.

Wir kommen hier nun mehr in die Sphäre des Empfindens und Fühlens. Von einer höheren Warte blicken wir, blickt unser Ich, auf unsere Taten und Worte, und wir wissen oder fühlen, ob sie gut waren oder nicht, ob ein Text gelungen ist oder nicht. Nur können wir oft dieses Urteil nicht klar formulieren. Es ist gewissermaßen eine innere Gewissheit für uns, wenn ein gesprochenes Wort, ein geschriebener Text, eine vollbrachte Tat einer anderen Instanz in uns nicht gerecht wird. Zwischen dem Inneren und dem Äußeren bleibt dann eine Diskrepanz, die wir nur ahnen oder fühlen, aber weniger mit logischen Begriffen begründen können. Wenn nun aber etwas aus dieser höheren Sphäre uns direkt zukommt, in das logische Wachbewusstsein eintritt, dann haben wir das Gefühl, dass wir ganz damit identisch sein können.

Auch dieses fühlte der Autor des Leserbriefes und deshalb kommt gegen Ende seines Textes noch eine ganz besondere Wendung. Er ist auf der Suche nach einer Erklärung für das ihm sehr merkwürdig vorkommende Phänomen der unerwarteten Eingebung. Er spürt, dass es im menschlichen Organismus noch ein Organ gibt, das vielleicht eine höhere Funktion erfüllt als das Gehirn, nur dass wir eben nicht mit unserem vollen Bewusstsein mit diesem Organ arbeiten können. Deshalb schreibt er nun: „Hatte mein kreatives ‚Herz’ das Steuer übernommen?“ Der Autor erwähnt das Herz als denjenigen Ort, von dem ihm die Eingebung zugekommen sein könnte. Das ist ein großer Gedanke. Das Herz wäre damit in gewissem Sinne ein höheres „Denk“-Organ als das Gehirn.

Man könnte anders herum auch sagen: Setzen wir bewusst das Herzorgan für unsere innere Bewusstseinsarbeit ein, dann erreichen wir eine ganz andere Ebene. Wenn wir die Denkprodukte unseres Gehirns absinken lassen in unseren Gefühlsbereich, sie mit Herzensliebe durchdringen, mit der Herzens-Begeisterung durchwärmen, gleichsam vom Herzensbereich ausbrüten lassen, dann kann darin unserer höheres Ich in Zusammenhang mit anderen Geistesmächten walten, und wir erhalten diejenigen Gedankeneingebungen, die unsere Welt heute so dringend braucht. Wir erleben so, dass wir nicht mehr nur das schon längst Gedachte, die eigentlich erstorbenen, alten Gedanken wiedergeben, sondern dass wir die neuen, lebendigen, zukünftigen Gedanken aussprechen lernen. Die Debatte über das Gehirn müsste erweitert werden um eine Debatte über den Zusammenhang zwischen unserem Bewusstsein und dem Herz-Organ.

Dieter Centmayer, Braunschweig

*„Ich schrieb mich ab“, Professor Dr. Dieter Dieterich, Blankenheim, FAZ 23.03.04

Ich freue mich

Ich freue jeden Tag dem Abend mich entgegen

Und jede Nacht im Traum mich auf den Morgensegen.

Ich freue stille mich mit ungestümer Lust,

Nicht ungeduldig ist die Freud' in meiner Brust.

Ich freu' mich auf die Stund' und auf den Augenblick,

Auf groß und kleines, mein und anderer Geschick.

Vom Herbst den Winter durch freu' ich dem Lenz mich zu

Und aus dem Sommer durch den Herbst zur Winterruh'.

Ich freu' mich durch des Jahrs und durch des Lebens Zeit,

Und aus der Zeit hinaus mich in die Ewigkeit.


Quelle:
Friedrich Rückert: Werke, Band 2, Leipzig und Wien [1897], S. 121.

Sonntag, 3. Februar 2008

Es irrt die menschliche Seele

Jesus spricht: "Darum sende mich, o Vater!"

Ein alter gnostischer Text

Gesetz des Werdens für das All ist der erstgeborene Geist,
Das zweite ist des Erstgeborenen ausgegossenes Chaos,
Als drittes erhielt es die Seele, die das Gesetz vollzieht.
Deshalb umhüllt mit des Hirsches Gestalt,
Müht sie, vom Tode bewältigt, ihr Werk,
Bald hat sie die Herrschaft und sieht das Licht,
Bald trauert sie, ins Elend gestoßen,
Bald wird sie beweint, ist froh,
Bald weint sie, wird gerichtet,
Bald wird sie gerichtet, stirbt,
Bald wird die Rückkehr, die unselige, zum Unheil,

Sie betrat irrend ein Labyrinth,
Es sprach aber Jesus: Sieh Vater,
Ein Suchen der Übel auf Erden,
Von deinem Hauche brandet es heran,
Sie sucht zu entrinnen dem bitteren Chaos,
Und weiß nicht, wie sie hindurchkommen wird,
Dazu sende mich, Vater,
Mit Siegeln will ich niedersteigen,
Alle Äonen will ich durchwandern,
Alle Geheimnisse will ich erschließen,
Die Gestalten der Götter will ich zeigen,
Und das Verborgene des heiligen Weges
Gnosis nennen und lehren.

Text aus: Des heiligen Hippolytus von Rom - Widerlegung aller Häresien. Aus dem Griechischen übersetzt von Dr. Theol. Graf Konrad Preysing. (Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe, Band 40) München 1922. - www.unifr.ch/bkv/ausgabe76.rtf

Samstag, 2. Februar 2008

Wirtschaftsführer live

Vorbildliche Charaktereigenschaften ?
Steve Ballmer, Microsoft

"Von Ballmer ist die Episode überliefert, einmal einen Stuhl quer durch den Raum geworfen zu haben, als ihm ein Mitarbeiter gestand, zu Google wechseln zu wollen. "I'm going to fucking kill Google," soll ein rasender Steve Ballmer damals gebrüllt haben...

Steve Ballmer war schon immer für sein überschäumnedes Temperament bekannt. Das zeigen eindrucksvoll seine berühmt gewordenen Auftritte.... Bilder eines brüllenden und wild über die Bühne tanzenden Ballmer, der sein aus Mitarbeitern oder Geschäftspartnern bestehndes Publikum anpeitscht. Der derwischgleiche Tanz endet in dem Schrei "I love this Company".
Ballmer führt Microsoft mit einer Leidenschaft, die an Besessenheit grenzt.

FAZ 2./3. Feb. 2008

Denken in Bewegung

Man denkt immer, man denkt mit dem Kopf...
Nein!

"Wenn ihn ein Problem quält, geht er wandern. Dabei kommen ihm die besten Ideen.
Der Spieltheoretiker Reinhard Selten ist bislang der einzige Deutsche, der mit dem Ökonomie-Nobelpreis ausgezeichent wurde."

FAZ 2./3. Feb. 2008

Samstag, 26. Januar 2008

Der Freundesgruß


Nicht auf die Schwalbe, die des Frühlings Botschaft bringt

Und mir von ewiger Erneuung Lieder singt,

Freu' ich so sehr mich als auf einen Freundesgruß,

Der das mir bringt, was ich zum Leben haben muß:

Daß Zeitenwechsel geht, fest die Gesinnung steht,

Ist, was mein Herz mit mehr als Frühlingshauch durchweht.



Aus: Friedrich Rückert "Die Weisheit des Brahmanen"


.

Sonntag, 20. Januar 2008

Speisesalz

"Genuss und Wirkung des Salzes" -

Fragenbeantwortung durch Rudolf Steiner bei Vortragszyklus in Kassel Sommer 1907.
Wiedergegeben durch Ludwig Kleeberg in "Wege und Worte" (1961)-S.152f:

Eigentlich gehöre das Genießen von Salz zu den schwierigsten Fragen der Geisteswissenschaft. Der Mensch brauche Salz. Würde er aber zu viel genießen, mache er sich zu steif und fest. Es werde eine Zeit kommen, wo der Mensch kein Salz mehr brauche. Die Salzfrage sei eine der ersten Ernährungsfragen, die in Angriff zu nehmen seien, wenn die Geisteswissenschaft mehr Einfluss darauf habe. Heute müsse der Mensch sich das richtige Gefühl dafür aneignen. Sie sei eine Frage der Taktes.

Im Pelzmantel im Sommer

Naturheilmethode und Sonnenbäder

Fragenbeantwortung durch Rudolf Steiner bei Vortragszyklus in Kassel Sommer 1907.
Wiedergegeben durch Ludwig Kleeberg in "Wege und Worte" (1961):

"Man solle von keiner Methode sagen, sie sei gut oder schlecht. Auf den Menschen komme es an.... Man müsse wissen, wann ein Sonnenbad gut - wann es schädlich sei. Der beste Arzt sei, keinen Arzt brauchen zu müssen. Das Ideale sei, kein Sonnenbad zu brauchen, sondern eine halbe Stunde in der Sonnenhitze in einem Pelze zu gehen. "Dann sind Sie gesund, wenn Sie das vertragen." Es handle sich darum, dass man sich zu einem Menschen mache, der alles vertragen könne. Es komme ganz auf das Individualisieren an. Auf Dogmen und Anschauungen müsse es weniger ankommen, als dass man den Arzt als Menschen ausgestalte.

Generalversammlung der Theosoph. Ges. 1908

Lebenslängliches Vorstandsmitglied

Ludwig Kleeberg berichtet in seinem Buch "Wege und Worte" ( S. 202) von einer Generalversammlung der Theosoph. Ges. im Jahre 1908 in Berlin:

Dr. Steiner hielt eine Begrüßungsansprache und stellte im Namen des Vorstandes den Antrag, dass ein Vorstandsmitglied, welches sieben Jahre lang dem Vorstand angehört hätte, in diesem auf Lebenszeit Sitz haben sollte. Denn ein Mitglied, welches sieben Jahre lang im Vorstand gearbeitet hätte, habe eine ganz andere Bedeutung als ein jüngeres. Ferner sollte der Vorstand, dem wachsenden Mitgliederstand entsprechend, erweitert werden. Die zunehmende Mitgliederzahl bilde in gewisser Weise eine Gefahr; es könne sich eine Mehrheit bilden, welche die Arbeit langer Jahre einfach zerstöre, und dem solle die Stabilität des Vorstandes entgegengesetzt werden."

Wie fremdartig klingen diese Worte doch in heutiger Zeit. Wie weit sind wir von der Verwirklichung solcher Ideale entfernt. Überall gilt nur der demokratische Weg, der als der zeitgemäßeste erscheint, der aber bei weitem nicht der geistgemäßeste ist.

Montag, 14. Januar 2008

Festeszeiten

Das Fest der Kore - Nacht zum 6. Januar (heute "Dreikönigstag")

Der Name Kore, die u.a. auch Demeter oder Ceres genannt wurde, ist so weit verbreitet, dass er wohl als einer der frühesten Bezeichnungen für den "weiblichen Geist des Universums" angesehen werden darf.

Ker, Car, Q're, Cara, Kher, Ceres, Core, sanskritisch: Kaur oder Kauri - all dies sind Namen der Göttin Kali.

Die Heiligtümer bei Karnak in Ägypten sowie die bei Carnac in der Bretagne waren gigantische Tempel und Bestattungskomplexe, die vor über 5000 Jahren der Göttin Kar oder Kore geweiht waren. Die BewohnerInnen von Carnac oder die von Carnuntum an der Donau nannten sich in römischen Zeiten Carnutes, "das von der Göttin Car geborene Volk".

Car oder Carna war den Römern bekannt als "eine Göttin aus den alten Zeiten"; die archaische Form, in der sie verehrt wurde, hing mit den Karneia-Festen in Sparta und dem klassischen römischen Karneval zusammen. Eine spätere Abwandlung ihres Namens war Ceres, das Ursprungswort für Wörter wie Korn, Kern, Zerealien, Kardia usw. In Bayern und Österreich beginnt heute noch der Karneval am Dreikönigstag, dem alten Tag der Kore.

Eins der ältesten Heiligtümer Israels, der Berg Karmel, war ihre Wohnung und die ihrer baalim (Göttinnen und Götter).

Das Fest der Kore, das Koreion, fand im ganzen Mittelmeeraum und im Nahen Osten bis ins 4.Jahrhundert u.Z. in der Nacht zum 6. Januar statt und ist dann später als "Fest der Erscheinung des Herrn" (Epiphanias) von den christlichen Kirchen-Männern assimiliert worden.

Ursprünglich aber feierte Kores Fest die Geburt des Neujahrsgottes Aion durch die Jungfrau! FackelträgerInnen gingen in die unterirdischen Kultkammern und brachten eine hölzerne Statue der Göttin herauf, die bis auf ihren Goldschmuck nackt war. Siebenmal wurde sie auf einem Gestell um und durch den Tempel getragen: Die Zahl Sieben bringt Glück und Erfolg.

Das Koreion fand als Kirn Aufnahme in die britische Tradition, das von den Kirchenmännern im nachhinein in das "Fest Unserer Lieben Frau" umgeändert wurde.

Und nicht nur die christlichen Patriarchen haben haben die weibliche Geschichte verfälscht. Der moslemische Koran, die 'mohammedanischen' Schriften, die überhaupt nicht auf Mohammed zurück gehen, ist eine Version des göttlichen Wortes der Kore. Sie wurde von den Koreischiten (Kindern der Kore), dem Stamm Mohammeds, verehrt. Die Koreischiten hüten seit alters her den Schrein der Kore in Mekka.

Der Ursprüngliche Text wurde lange vor Mohammed von den heiligen Imamen niedergeschrieben. Das Wort Imam ist mit dem semitischen ima ("Mutter") verwandt.

Wie die Mahatmas oder "Großen Mütter" in Indien waren auch die Imame ursprünglich Priesterinnen des alten arabischen Matriarchats.

Wie im Fall der jüdisch- christlichen Bibel haben die Männer am Koran sehr viel gefälscht, um die neuen patriarchalischen Gesetze zu legitimieren und die Göttin samt ihren Priesterinnen zu eliminieren.

In Italien ist La Befana das Gegenstück zur Walpurgis-Hexe, die wild und ungestüm auf einem Besen einher reitet. In dieser Januar-Nacht fliegt diese gute Fee über das Land, bringt Segen und füllt die Strümpfe der Kinder mit Süßigkeiten - und macht sich einen Spaß, alle zu erschrecken!

In den 12 Rauhnächten (von Weihnachten bis zum 6.1.) erscheint sie als Perscht (Mitteleuropa) und Baba Jaga (Osteuropa).

In den heutigen Perchtenläufen dürfen nur Männer mitgehen. Sie tragen aber durchweg weibliche Masken und Kleidung. Der Perchtenbrauch hat sich ähnlich wie die Freinacht zu Walpurgis zu einem brutalen Feldzug gegen Frauen entwickelt. Da werden Frauen angerempelt, umgeworfen, geschlagen und verhöhnt. Die Ursprünge werden wieder einmal mehr ins Gegenteil verkehrt.

Die Percht zieht mit ihrem Himmelwagen durch die Nacht, der von Hunden gezogen wird. Und Früher tanzten die Frauen in den Perchtennächten so lange, bis die Percht erschien. Sie straft vorwitzige und brutale Menschen und beschützt die Hilflosen, besonders Kinder und Frauen.

"Die Perchten-Tradition ist vielleicht die wichtigste, die wir uns wieder zurück holen" sagt die Hexe Luisa Francia. Sie weiss noch viel mehr über die Perchten und Baba Jagas und über's Spinnen mit Zaubergarn. Aufgeschrieben in "Zaubergarn".

Der englische Brauch, am Dreikönigsabend (Twelfth Night, die zwölfte Nacht nach Weihnachten), zur Darstellung der Monde des zu erwartenden Jahres zwölf kleine Feuer und ein großes anzuzünden, beruhte auf den dreizehn Monaten des matriarchalen Mondkalenders.

Kore-Tag
Vor allem in Alexandria wurde in der Nacht des 5. Januars in Koreion (dem Jungfrauentempel) der Kore gedacht. Kore ist der übliche Name der Persephone und bedeutet Jungfrau, junge Frau, ungebundene Frau, bevor sie von Hades „geraubt“ und zur Königin der Unterwelt und Herrscherin über die Toten wurde. Als Teil des Rituals fanden nächtliche Gebete statt und Wasser wurde aus dem Nil geschöpft. Manche Quellen sagen auch, dass Aion, das Kind der Kore entweder an diesem Tag oder zu Mittwinter ebenfalls geboren wurde. Eine hölzerne Statue der Göttin Kore wurde aus einer Höhle in einer Prozession heraus getragen und sieben Mal um ihren Tempel getragen. Die Priester riefen aus, die Jungfrau habe den Aeon hervorgebracht. Einigen Interpretationen zufolge steht Aion für ein neues Aeon oder ein neues Jahr. Manche betrachten den Ausruf des Hervorbringens als Grund für die Entstehung von Epiphanie, andere sehen aus der Veränderung des Wortes Jungfrau den Ursprung der „unbefleckten Empfängnis“. Auch Kore wird als eines der Urbilder betrachtet aus denen unsere heutige Vorstellung von Maria mit dem Kind entspringt.

Eine Parallele hinsichtlich dieser religionspolitischen Entscheidung ist die der orientalischen Ostkirchen. Hier blieb der 6. Januar als Termin bis in das 6. Jahrhundert erhalten. Hintergrund ist hier, dass in diesen Regionen an diesem Tag der Geburtstag des Sonnengottes Aion gefeiert wurde.

Das Wort Aion stammt aus dem griechischen und bedeutet Ewigkeit. Aion ist der Herr der Zeit und seine Geburt wurde in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar gefeiert. Seine Mutter ist die jungfräuliche Göttin Kore, die Tochter der Demeter. Seine Geburt ist zugleich Neujahrs- und Sonnenfest.

Mithras ebenso wie Aion stehen in Verbindung mit dem Sonnenlicht bzw. der Lichtsymbolik allgemein und so war man bestrebt diese beiden vorchristlichen Feste durch die Geburt des "Lichtes der Welt" zu ersetzen. Lediglich in der armenischen Kirche wird die Geburt des Jesus bis heute am 6. Januar gefeiert.

Die Kirche kannte die ersten drei Jahrhunderte nach Christi das Datum der Geburt von Jesus nicht. Und im 4. Jahrhundert entbrannte dann eine Diskussion über diesen Tag. Einige schlugen den 6. Januar vor, den Tag des Koreion, an dem die Jungfrau Kore in Alexandria Aion - die mystische Darstellung der Geburt der neuen Sonne - gebar. Heute heißt der Tag Epiphanias, die griechisch-orthodoxe Kirche feiert Weihnachten noch immer zu diesem Zeitpunkt.

Der Klerus in Rom bevorzugte das Mittwinterfest des Mithraskultes. Mithra war für die alten persischen Magier der Gott des Lichtes. Licht wurde von der Luft getragen und darum nahm man an, Mithra wohne zwischen Himmel und Erde. In der Mythologie der Magier ist Mithra aus einem Felsen geboren. Hirten haben das Wunder gesehen und beobachtet, wie er sich fast nackt aus dem Felsen rang, bekleidet war er lediglich mit der Phrygermütze (die Mithra), außerdem hatte er eine Fackel, um die Finsternis zu erleuchten. Die Hirten kamen, um das göttliche Kind anzubeten. Erinnert doch alles irgendwie an die heiligen drei Könige.

Kaiser Aurelius nun vermischte dieses Mittwinterfest mit dem griechischen Sonnenfest der Helia und nannte es "Geburtstag der unbesiegten Sonnen". An diesem Tag, dem 25. Dezember, wurden auch andere Götter geboren: Attis, Dionysos, Osiris, der syrische Baal und viele andere Versionen des Sonnengottes. Man nannte sie Sonne der Gerechtigkeit, Licht der Welt oder auch Erlöser.

Die meisten heidnischen Mysterienkulte feierten die Geburt des göttlichen Kindes zur Wintersonnenwende. In Nordeuropa feierte die Menschen den Geburtstag ihres Herrn Freyr am dunkelsten Tag des Jahres, dem Julfest (wenn wir da nicht an IKEA denken ;-). Die Nacht der Geburt, der "Heilige Abend", hieß Modranect (lateinisch matrum nox), Nacht der Mutter. Viele Kinder wurden dort geboren, Rhiannon gebiert ihren Sohn Pryderi, durch Isis wird Horus wieder geboren, Demeter bekommt ihre heilige Tochter Persephone, die Erdgöttin schenkt Dionysos das Leben, und in Japan kommt Amaterasu aus ihrer Höhle.

Jedenfalls setzte im Jahre 353 Papst Liberius die Geburt Jesu dann auf den 25. Dezember fest. In Rom wurde damals das Christentum zur Staatsreligion erklärt und in einem Aufwasch alle Festtage des heidnischen Kultes umgewandelt in christliche Feste. Der so entstandene christliche Weihnachtskult umfasste damit auch das heidnische Fest der Wintersonnenwende und das Fest des Aion. Die Kirche wählte ganz bewusst die Datierung des Geburtstermins von Jesus als Ersatz für den heidnischen Kalender.

Sonntag, 13. Januar 2008



Diese Weltkarte von Heinrich Bünting aus Hannover erhielt George Bush in Jerusalem. Ist es nicht eine herrliche Darstellung der Welt. Ganz aus künstlerischer Empfindung heraus. Man kann sagen, dass hier wird das Wesentliche offenbar wird. Wie Blütenblätter entfalten sich die drei alten Kontinente aus einem Mittelpunkt heraus. Der Mittelpunkt ist das Heilige Land.


Samstag, 12. Januar 2008

Wilhelm Busch

Aus:

Kritik des Herzens

Wilhelm Busch

1914

Sie stritten sich beim Wein herum,
Was das nun wieder wäre;
Das mit dem Darwin wär gar zu dumm
Und wider die menschliche Ehre.

Sie tranken manchen Humpen aus,
Sie stolperten aus den Thüren,
Sie grunzten vernehmlich und kamen zu Haus
Gekrochen auf allen Vieren.

Montag, 26. März 2007

Gedicht von Richard Specht
geschickt an Rudolf Steiner 16. Nov. 1890

Wir beide

Sind wir denn wirklich Menschen erdgeboren,
zu Menschenglück und Menschenweh erkoren?

Ich sah so fremd dem farbgen Treiben zu,
Und fühle mich allein, - allein wie du.

Mir ist’s als käme ich aus andrer Welt,
von einem Stern, der einst in Nacht zerschellt.

Wenn Schmerz und Weh in meine Brust sich senken,
dann muss ich deiner, tote Welt, gedenken.

Dann schwingt im Traum die Seele sich empor
Zu seiner Heimat, die ich längst verlor.

Zu jener Heimat, licht und eisnachtklar,
Zu jener Heimat, die auch dich gebar...

Auch dich, auch dich! Denn du entsprangst dem Licht,
Die dunkle Erde ist dir Heimat nicht.

Drum haben wir uns ja so bald verstanden,
Weil sich im Aetherraum die Seelen fanden,

Weil uns das gleiche Heimweh tief bewegt,
Weil gleiche Sehnsucht unsre Brust gehegt,

Weil gleiche Träume seltsam uns umschweben,
Die keinem, keinem außer uns gegeben.