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Dienstag, 9. November 2010

China und die westliche Welt

China ist gewissermaßen organisiert wie ein großer Industriekonzern. Niemals würde man in einem Industriekonzern eine demokratische Wahl eines Vorstandsvorsitzenden zulassen. Alles, aber auch alles hat sich im Konzern der Effektivität des Gewinnstrebens unterzuordnen. So muss sich auch in China alles dem
Gemeinwohl unterordnen.

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Kaum einer käme auf die Idee, zu fordern, dass das im Industriekonzern anders sein sollte. Jeder ordnet sich unter. So kommt auch kein normaler Chinese darauf, an dem dortigen System etwas Unberechtigtes zu erkennen.
Es besteht dort gewissermaßen ein Einklang des politischen, gesellschaftlichen und des industriellen Systems.



Man kann auch sagen, dass jeder Industriekonzern ein kleines China darstellen muss. Das chinesische Herrschaftssystem befindet sich in seinem Entwicklungniveau etwa auf der Stufe der alten ägyptischen Hochkultur.

Ägyptisches System im Wirtschaftsleben
Die Industrie ist bei uns aber noch immer nach dem Modell dieses uralten Systems organisiert, nach dem ägyptisch-pharaonischen System, das bei uns in Mitteleuropa in der Form der Monarchie noch lange weiter existierte und in der katholischen Kirche bis heute seinen deutlichen Ausdruck findet. Keiner merkt aber, dass es in der Industrie noch überall anerkannt wird. Dieses Modell war aber nur richtig für die ägyptische Zeit vor 4000 - 6000 Jahren.

Griechisches System im politischen Leben
Die Politik wird noch immer nach dem griechischen Modell der Demokratie, wie es vor über 2500 Jahren entwickelt und geübt wurde, organisiert.



Neuzeitliches System im gesellschaftlichen Leben 
Die Gesellschaft aber besteht aus Menschen, die seit etwa 500 Jahren ein ganz anderes, neues Bewusstsein ihres Lebens ausbilden. Wir haben es heute an erster Stelle mit individuellen Menschen zu tun. Menschen, die sich nicht mehr in eine industrielle Zwangs-Monarchie einordnen können, ohne daran zu leiden und krank zu werden.

Menschen, die sich nicht mehr dauerhaft und natürlicherweise in Gemeinschaften eingliedern können und wollen, ohne sich zu reiben und zu entzweien.
Für die heutige, individuelle Bewusstseinsstufe ist weder das gesellschaftliche, das politische System noch das industrielle System passend organisiert.

Forderungen nach Volksentscheid zeigen dieses politische Aufbegehren. Aber auch diese Forderung nimmt unbeholfener Weise immer noch das griechische System zum Vorbild und hat noch kein Modell für diese Zeit des modernen Bewusstseins gefunden.

Auch in dem zu gewissen Zeiten durchaus zeitgemäß organisierten Modell der kollegialen Selbstverwaltung der Waldorfschulen kommt es immer wieder zur Übernahme des überholten demokratischen Modells und damit zum Rückfall in alte Zeiten.

Donnerstag, 4. März 2010

Geld, Geld, Geld...


Im Westen hat die zunehmend ungehemmte Ausbreitung des Kapitalismus zu einem Verlust an Religion geführt. Der Mensch, der hauptsächlich auf Gelderwerb aus ist, ist ein ganz irdisch gewordener Mensch.

Ganz anders in China, dort wird die Religion nun eingesetzt, den Reichtum zu fördern. Man weiß noch aus uraltem Wissen heraus, dass es geistige Mächte sind, die hinter den irdischen Abläufen stehen.

Der westliche Mensch hat das vergessen. Im "Faust" und in den alten Volksmärchen wird der geistige Zusammenhang immer dadurch ausgedrückt, dass der Mensch seine Seele verkauft und dafür dann seinen irdischen Reichtum erhält. Im Westen geht das, weil der moderne Mensch davon ausgeht kann, dass er über eine individuelle Seele verfügt.

Dem chinesischen Menschen ist diese Vorstellung fremd. Hier gibt es gewissermaßen nur eine Seele, das ist die Staatsseele. Diese hat sich gewissermaßen kollektiv dem Gelde verschrieben.

Dazu folgender Artikel:


Beginn des Tiger-Jahres in China

Der Gott des Reichtums ruft

Von Mark Siemons, Wuhan

Vierundachtzig Prozent der Chinesen glauben, dass sich der Erfolg eines Menschen an seinem Kontoauszug ablesen lässt

Vierundachtzig Prozent der Chinesen glauben, dass sich der Erfolg eines Menschen an seinem Kontoauszug ablesen lässt

03. März 2010 In der zentralchinesischen Stadt Wuhan versammelten sich, wie Fotos des Nachrichtenportals „News 163“ dokumentieren, zu Beginn des neuen Tiger-Jahres 550.000 Menschen, um Cai Shen Ye, den Gott des Reichtums, zu verehren. Den Fotos nach zu urteilen, wurde die rauschhafte Energie des Ereignisses nur notdürftig durch die zahlreich anwesende Polizei im Zaum gehalten. ... Der Kult wurde inmitten der Masse auch individuell vollzogen: Man sieht auf den Bildern Einzelne im Zustand offenkundiger Verzückung die Arme ausbreiten oder eine Statue des Gottes vor sich halten, um den Reichtum auf sich herabzurufen. ....

Die wilde Kraft, die auf den Bildern sichtbar wird, kontrastiert auffällig mit der kühlen Abstraktheit, die dem westlichen Geldglauben in seinem Vertrauen auf den Finanzmarkt anhaftet. .... Die Globalisierung scheint von Energieströmen durchzogen zu sein, von denen die gemeine Volkswirtschaftslehre nichts ahnt.

Quelle: FAZ


Sonntag, 31. Mai 2009

Wladimir Solowjew und „Die Gelbe Gefahr“II

Nach Solowjew müssen wir selber in Europa die Forderungen, die sich aus einem wahren - nicht kirchenpolitischen - Christentum ergeben, erfüllen damit wir dem standhalten werden, was aus einem erstarkenden China nach Europa heranbranden wird:


"Im Jahre 1890 erschien 1890 der Aufsatz „China und Europa“. Solowjew beschäftigte sich einleitend mit der chinesischen Expansion in Südostasien, Australien und Kalifornien sowie der bevorstehenden Modernisierung der staatlichen und militärischen Macht Chinas und ließ schon in diesem Zusammenhange deutliche Befürchtungen durchblicken. Doch lag der Schwerpunkt seiner Ausführungen auf ganz anderem Gebiet, in der Darstellung der geistigen Welt des Reiches der Mitte und der Art und Weise wie diese die gesellschaftliche Organisation Chinas durchdringe, …
Wenn er chinesische und europäische Kultur als gleichbedeutend ansah, so doch nicht als gleichwertig.

Solowjew hatte sich eine „christlich-europäische Idee des Weltprogresses als des Weges zur Erreichung des wahren Lebens“ gebildet, und im Gegensatz zum Prinzip der unveränderten Bewahrung des Alten in China begründete er die Überlegenheit des Europäertums mit der diesem innewohnenden Forderung: „Wir sollen unser Leben ständig besser und vollkommener gestalten, bis wir jene Lebensfülle erreichen, die alles in sich vereinigt, und bis die Vergangenheit zu einem ewigen und wahrhaft unveränderlichen Leben aufersteht.“

Auch in der chinesischen Lebensordnung liege eine Wahrheit, allerdings eine nicht mehr entwicklungsfähige und der Verkümmerung preisgegebene, die ihre Erfüllung nicht mehr finden könne. Eben diese Erfüllung könnten die Europäer China bieten: „Unermüdlicher Progress als Mittel eines wirklichen Dienens der Ahnen, unaufhörliches Streben zu einer idealen Zukunft als der richtige Weg zur Erweckung der Vergangenheit – das ist die wahre innere Aussöhnung der zwei extremen Kulturen....Doch.. müssen wir selber der vollen Wahrheit treu sein, die das Christentum eröffnet hat. Im widrigen Fall wird China für uns zu keiner Eroberung, sondern zu einer drohenden Gefahr werden … wie es die moslemische Welt für das Europa des Mittelalters gewesen ist.“


Die Kritik an China führte Solowjew also zur europäischen Selbstkritik! In Europa sah er sein Ideal des christlichen Fortschritts nur ungenügend verwirklicht; ... Die „Gelbe Gefahr“ realisierte sich für Solowjew erst dann, wenn Europa sich des Verrats an der Fülle der christlichen Wahrheit schuldig mache. Denn in diesem Falle entgehe den Europäern auch jener „Teil der Wahrheit ... der dem Chinesentum seine Kraft verleiht.

Solowjew schloss seine Betrachtung mit der These: „Unser falscher Konservatismus zerfällt von inneren Widersprüchen wie auch der falsche Progressismus, und die Chinesen werden sich nicht nur als stärker erweisen, sondern sie werden es auch von Rechts wegen sein: sie bleiben sich selbst getreu.

Wenn die europäische christliche Welt sich treu bleibt, d. h. treu den Weltchristentum, so kann China uns nicht gefährlich sein. Wir werden auch den Fernen Osten erobern, aber nicht durch Waffen, sondern durch die geistige Kraft, die einem Bekenntnis der vollen Wahrheit eigen ist und die auf alle Menschenseelen wirkt, welchem Stamm sie auch angehören mögen:“



"...Im Gegensatz zu China betrachtete er Japan als für die westliche Zivilisation gewonnen, und er hielt es für einen seltsamen Anachronismus, dass zu seiner Zeit im Westen auch eine Vorliebe für östliche, buddhistische Religionsformen sich ausbreite...: „Es wäre sonderbar, wenn eine Religion, die Japan hinter sich hat, Europa beleben könnte."

Jiang Zemin im Jahre 1995

"...In der ersten Phase sollte unser Bruttosozialprodukt der Jahres 1990 das Doppelte von dem des Jahres 1980 erreichen...In der zweiten Phase sollte es sich bis zum Ende dieses Jahrhunderts wiederum verdoppeln, um unserem Volk einen anständigen Lebensstandard zu ermöglichen.

Die dritte Phase wird sich bis in die Mitte des nächsten Jahrhunderts erstrecken, wenn das Bruttosozialprodukt Chinas pro Kopf der Bevölkerung dasjenige eines durchschnittlich entwickelten Landes erreichen ...wird."

Sonntag, 26. April 2009

Wladimir Solowjew und „Die Gelbe Gefahr“I

Wladimir Solowjew, * 28. Januar 1853 in Moskau; † 13. August 1900. in Uskoje bei Moskau) war ein russischer Religionsphilosoph und Dichter.

Er beschäftigte sich u.a. auch mit der Entwicklung Chinas. Es entsprach ganz der Mentalität Solowjews, dass die vermeintliche Erkenntnis einer „Gelben Gefahr“ ihn wie eine plötzliche Offenbarung überfiel. Mit der ihm eigenen Erzählergabe berichtet er, dass er 1888 bei einer Sitzung der Pariser Geographischen Gesellschaft inmitten eines internationalen, auf Europäer schon, nicht mehr beschränkten Publikums den chinesischen Gesandtschaftssekretär in Paris, Oberst Tschen Ki Tong, Mitarbeiter der „Revue des Deux Mondes“, sprechen hörte. In reinstem Französisch erklärte der gelbe Mann und „wahre Held des Abends“:


„Wir sind fähig und bereit, von euch alles zu nehmen, was wir brauchen, die ganze Technik eurer geistigen und materiellen Kultur; aber wir werden uns keines eurer Glaubensbekenntnisse, keine einzige Idee oder auch nur einen Geschmack aneignen. Wir lieben nur uns, selbst und achten die Stärke. An unserer Kraft zweifeln wir nicht, sie ist fester ab die eurige. Ihr erschöpft euch in unaufhörlichen Versuchen, und wir nutzen die Früchte eurer Versuche zu unserer Verstärkung aus. Wir freuen uns über euren Fortschritt, aber wir brauchen nicht aktiv daran teilzunehmen; wir wollen es auch nicht. Ihr selber bereitet ja die Mittel, die wir gebrauchen, um euch zu bezwingen.“

Solowjew fühlte wie eine fremde, feindliche Welt auf ihn zukam.


Quelle: Die gelbe Gefahr Von Heinz Gollwitzer -
http://books.google.de/

Freitag, 24. April 2009

Die Gemeinschaft steht höher als das Individuum

Vorbemerkung: Zu den weltpolitisch und welthistorisch bedeutsamsten Vorgängen unserer Epoche gehören die Entwicklungen in China und ihre Auswirkungen auf den Westen. Zu diesem Thema wird es in nächster Zeit verschiedene Beiträge auf diesen Seiten geben. Im Überblick können Sie dann immer alle Artikel lesen, wenn Sie das Thema (label oder tag) "China" wählen.

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Zu den wichtigsten Phänomenen Chinas gehört das Gruppen-Prinzip:
Die Gemeinschaft steht höher als das Individuum . Dieses Prinzip gehört zu den Grundideen des Ostens überhaupt.

In einem Artikel in der FAZ vom 28.März 2009 "Der Westen ist nur ein T-Shirt" schreibt Jörg Becker u.a. über die heutige Beziehung Chinas zum Westen:


"Hat sich das Land also seit seiner globalen Marktöffnung kulturell verwestlicht? Je nach Wahrnehmung oder nach der Dimension die man beobachtet, kann diese Frage mit Ja oder Nein beantwortet werden. Einerseits ist eine enorme und sich noch stets weiter dynamisierende westliche Konsumwelt zu beobachten...
Andererseits zeigen alle empirischen Umfragedaten über Werte, dass sich bei den meisten Chinesen an deren traditionellen Auffassungen über die Familie nichts geändert hat. Nach wie vor steht die Gruppe über dem Individuum. Und mag auch das öffentlich sichtbare Leben in den chinesischen Metropolen westlich daherkommen, so sieht das in der privaten Lebenswelt ganz anders aus. Eine komplexe "Verschichtung" zwischen China und dem Westen ist zu beobachten. Es scheint, als ob in China weniger eine Verwestlichung als die Sinisierung des Westens stattfindet. Der Globalisierung des indischen Bollywood dürfte schon bald eine globale chinesische Kulturbewegung folgen. Das Konfuzius-Institut in Berlin ist da ein Anfang."

Dienstag, 21. April 2009

Fürchtet euch nicht, wir (Chinesen) sind bei euch

Vorbemerkung: Zu den weltpolitisch und welthistorisch bedeutsamsten Vorgängen unserer Epoche gehören die Entwicklungen in China und ihre Auswirkungen auf den Westen. Zu diesem Thema wird es in nächster Zeit verschiedene Beiträge auf diesen Seiten geben. Im Überblick können Sie dann immer alle Artikel lesen, wenn Sie das Thema (label oder tag) "China" wählen.

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Eine buchstäblich alte Welt, versunken im Kulturpessimismus: So sieht China Europa. Die Ironie der Geschichte will, dass heute die Chinesen als Missionare auftreten und den Europäern ihre Angst vor der Globalisierung nehmen wollen.

PEKING, 8. März

In der Wirtschaftskrise verschieben sich die globalen Kurse rascher als in ruhigen Zeiten. Wie viel ist heute zum Beispiel Europa wert? Dass sich China in den letzten Wochen auffällig um den alten Kontinent bemüht, kann Verschiedenes bedeuten. In diesen Tagen begann schon die zweite große Einkaufstour chinesischer Investoren, nachdem Ministerpräsident Wen Jiabao zuvor in mehreren europäischen Ländern über die Auswirkungen der Krise gesprochen hatte. Die letzte Delegationsreise hatte deutschen Unternehmen allein Lieferverträge im Wert von rund zehn Milliarden Dollar eingebracht, jetzt soll es um Fusionen und Übernahmen im großen Stil gehen, unter anderem um Volvo. Die Preise sind günstiger geworden in diesen Tagen.

Aber eine gerade veröffentlichte Studie der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften über Europa legt den Schluss nahe, dass es Peking nicht bloß um ein Kostenkalkül geht. Es geht ihm, alteuropäisch gesprochen, um die Seele des Kontinents....


„Viele Europäer“, heißt es in dem Papier, „spüren den Druck, den das Erstarken Chinas ausübt, am eigenen Leib.“ Es wachse die Sorge um die eigene Konkurrenzfähigkeit. ...

Deutschland sei nicht in der Lage, die Vorteile wahrzunehmen, die China ihm und der Welt schon gebracht habe.

...

Vor dem Hintergrund dieser Analyse erscheinen Chinas Bemühungen um Europa in einem größeren Zusammenhang. Wen Jiabao hatte seine Reise zu einer „Tour der Zuversicht“ erklärt, und der Handelsminister Chen Deming interpretierte seine Einkaufstour als Bekenntnis für die Freiheit der Märkte und gegen den Protektionismus. Es sieht so aus, als habe sich China inmitten der Krise eine neue Rolle verordnet: den Auftrag, die Alte Welt von ihrem Pessimismus zu heilen, indem es sie am Schwung seiner trotz allem fortdauernden Aufwärtsbewegung Anteil nehmen lässt. Denn nur wenn Europa seine Globalisierungsfurcht verliert, so mag das Kalkül sein, werden sich seine Vorbehalte gegenüber China legen. Aus Pekinger Sicht würde sich die geläufige Rollenverteilung dadurch geradewegs umkehren: Einem in sich verschlossenen Europa würde plötzlich ein Verkündiger von Öffnung, Rationalität und Markt gegenüberstehen, mit dem niemand gerechnet hätte.

... Denn im gleichen Zug, wie China beim Geschäftemachen Europa die Angst vor der Globalisierung nehmen will, stärkt es seinen eigenen Einfluss in den globalen Beziehungen und Institutionen. Das Gesunden der Weltwirtschaft, erklärte Wen Jiabao in Davos, hänge von der engen Zusammenarbeit der Welt mit China ab. ...

Die Karten werden neu gemischt. Mit der Relativierung der amerikanischen Machtposition sehen chinesische Kommentatoren, etwa in der Parteizeitung „Renmin Ribao“, zum ersten Mal in der Geschichte ein Zeitalter des „globalen multikulturellen und multipolaren Wettbewerbs“ aufziehen, eine Ära der Zusammenarbeit statt der Konfrontation. ...


Die Zusammenarbeit, von der China spricht, dürfte allen noch einiges abverlangen.


MARK SIEMONS

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 09.03.2009 Seite 25

Quelle:http://www.faz.net/

Samstag, 18. April 2009

China kauft 100 Hochgeschwindigkeitszüge von Siemens

Vorbemerkung: Zu den weltpolitisch und welthistorisch bedeutsamsten Vorgängen unserer Epoche gehören die Entwicklungen in China und ihre Auswirkungen auf den Westen. Zu diesem Thema wird es in nächster Zeit verschiedene Beiträge auf diesen Seiten geben. Im Überblick können Sie dann immer alle Artikel lesen, wenn Sie das Thema (label oder tag) "China" wählen.

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Peter Kirnich

100 Züge der ICE-Weiterentwicklung Velaro rollen demnächst bei zwei chinesischen Partnerfirmen vom Band. Siemens liefert Komponenten wie die Elektroausrüstung, Fahrwerke und Motoren im Wert von 750 Millionen Euro. Der erste der neuen Züge soll Ende 2010 unter anderem auf der 1 318 Kilometer langen Strecke zwischen Peking und Schanghai fahren und es auf Geschwindigkeiten von bis zu 350 Stundenkilometern bringen. Fahrzeit: Vier Stunden. Vor vier Jahren hatte das chinesische Bahnministerium bereits 60 Velaros geordert. Damit wird der Zug mehr und mehr zum Siemens-Verkaufsschlager. Auch zwischen Barcelona und Madrid sowie Moskau und Sankt Petersburg sind die Schnellzüge bereits erfolgreich unterwegs. (pk.)

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/