Donnerstag, 7. Oktober 2010

Ehemaliger Waldorfschüler - Stephan Luca

"Stephan Luca - Zeitreisender mit Eurythmie-Erfahrung

Stephan Luca" (* 3. Juli 1974 in Stuttgart; eigentlich "Stephan Hornung") ist ein deutscher Schauspieler.
Stephan Luca ist bekennender Mantel- und Degen-Fan: ''Die drei Musketiere' und 'Der rote Kosar' zählten zu meinen Idolen. Für mich war es auch ein Großereignis, wenn ich mit meinem Vater abends lang aufbleiben durfte, um 'Ben Hur' oder andere alte Schinken anzuschauen.' © teleschau / F. Rauscher

(Foto wurde von Google gelöscht  :-(  )


Was er vor 25 Jahren so trieb, weiß Stephan Luca allerdings noch sehr genau: '1984 war ich ein mittelmäßiger Schüler an der Waldorfschule Uhlandshöhe in Stuttgart und habe mich - wahrscheinlich gegen 11.00 Uhr - im Eurythmie-Unterricht befunden.
Fragte er auch seine Eltern, warum er die Waldorfschule eigentlich besuchen musste? 'Das habe ich', bestätigt der begeisterte Freeclimber, 'die Schule war einfach am nächsten an meinem Elternhaus. Meine Eltern sind pragmatische Menschen, sie wollten nicht kilometerweit in der Gegend herumfahren, um die Kinder hin- und herzuchauffieren. Wir sollten dorthin laufen, was ich auch 13 Jahre tat. Aber zu ihrer Verteidigung muss ich sagen: Trotz Eurythmie ging ich gern in diese Schule."

Quelle:http://www.monstersandcritics.de/artikel/200910/article_128173.php/Stephan-Luca-Zeitreisender-mit-Eurythmie-Erfahrung  r2002

Mitwirkung:
Kino
2010 Resturlaub, Kinofilm, Regie: Gregor Schnitzler
2008 Männerherzen, Kinofilm, Regie: Simon Verhoeven
2007 KeinOhrHasen, Kinofilm, Regie: Till Schweiger
2002 Sie Haben Knut, Kinofilm, Regie: Stefan Krohmer
1998 Die Häupter meiner Lieben, Kinofilm, Regie: Hans-Günter Bücking
FERNSEHEN
2010 VISUS - Das Vermächtnis der Arche, Fernsehfilm, Hauptrolle, Regie: Tobi Baumann
2010 Fremde Familie, Fernsehfilm, Regie: Stefan Krohmer
2010 Callgirl Undercover(AT), Fernsehfilm, Hauptrolle, Regie: Ulli Baumann
2009 Mach mich glücklich, Fernsehfilm, Hauptrolle, Regie: Florian Gärtner
2009 Die Route, Fernsehfilm, Hauptrolle, Regie Florian Froschmayer
2009 London, Liebe, Taubenschlag II, Fernsehfilm, Regie Michael Keusch
2009 Liebe ist nur ein Wort(AT), Fernsehfilm, Regie Carlo Rola
2009 Im Brautkleid durch Afrika, Fernsehfilm, Hauptrolle, Regie Sebastian Vigg
2009 Faktor 8 - Der Tag der Entscheidung, Fernsehfilm, Regie Rainer Matsutani
2009 Kein Geist für alle Fälle, Fernsehfilm, Hauptrolle, Regie Ulli Baumann

Ums Paradies betrogen

Fotocredit: ORF/ZDF/Rachelle Gray
Stephan Luca und Suzan Anbeh

2008 Krupp - eine deutsche Familie, Fernsehdreiteiler,Regie: Carlo Rola
2008 London, Liebe, Taubenschlag, Fernsehfilm, Regie: Michael Keusch
2008 Grenzgänger, Fernsehfilm, Hauptrolle, Regie: Jorgo Papavassiliou
2008 Für die Liebe ist es nie zu spät, Fernsehfilm, Hauptrolle Regie: Bettina Woernle
2008 Die Bienen Fernsehfilm, Hauptrolle, Regie Michael Karen
2008 Gefühlte XXS, Fernsehfilm, Hauptrolle, Regie: Thomas Nennstil
2007 Nichts als Ärger mit den Männern, Fernsehfilm, Hauptrolle, Regie: Mathias Steurer
2007 Hochzeitswalzer, Fernsehfilm, Hauptrolle, Regie: Andrea Katzenberger
2007 Vier Tage Toskana, Fernsehfilm, Regie: Michael Keusch
2007 Bella Vita, Fernsehfilm (Pilot), Regie: Annette Ernst
2007 Wenn Liebe doch so einfach wär, Fernsehfilm, Hauptrolle, Regie: Katinka Feistl
2007 Rosenheimcops, Fernsehserie, Episodenrolle, Regie: Jörg Schneider
2007 Die Lawine, Fernsehfilm, Hauptrolle, Regie: Thomas Kronthaler
2006 Das Inferno – Flammen über Berlin, Fernsehfilm, Hauptrolle, Regie: Rainer Matsutani
2006 Mann im Heuhaufen, Fernsehfilm, Hauptrolle, Regie: Dagmar Damek
2006 Alles ausser Sex, Fernsehserie, Regie: Mathias Steurer, Peter Gersina
2006 Im Namen der Braut, Fernsehfilm, Hauptrolle, Regie: Peter Gersina
2005 Geile Zeiten, Fernsehfilm, Hauptrolle, Regie: Annette Ernst
2005 Störtebeker, Fernsehfilm, Regie: Miguel Alexandre
2005 Der Bergpfarrer, Fernsehreihe, Hauptrolle, Regie: Andi Niessner
2004 Sturmflut, Fernsehfilm, Regie: Jorgo Papavassiliou
2004 Der Bergpfarrer, Fernsehreihe, Hauptrolle, Regie: Ulrich König
2004 Ums Paradies betrogen, Fernsehfilm, Regie: Stefan Bartmann
usw. 

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Ehemalige Waldorfschüler - Wilson Gonzalez Ochsenknecht

 Wilson Gonzalez Ochsenknecht

Jimi Blue und Wilson Gonzales Ochsenknecht sind wohl die bekanntesten deutschen Waldorfschüler. Die beiden besuchten die Waldorfschule in Grünwald, wo Jimi Blue 2007 seinen Quali gemacht hat. Bruder Wilson war sogar für ein Jahr in einer Kunstschule in den USA eingeschrieben.


Die besten Wilson Gonzalez Ochsenknecht-Fotos in einer einzigen Wilson Gonzalez Ochsenknecht-Fan-Galerie! Klick dich rein und check´ alle Bilder von Wilson Gonzalez Ochsenknecht, die es auf StarFlash.de gibt. Das Foto von Wilson Gonzalez Ochsenknecht, das du unten siehst, kommt aus unserer Galerie Die Schulen der Stars , hier in dieser Galerie kommen ständig neue Wilson Gonzalez Ochsenknecht-Fotos dazu! Wir freuen uns über deine Kommentare zu den Bildern von Wilson Gonzalez Ochsenknecht!
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Getty Images


(Foto wurde von Google gelöscht :-(  )



Montag, 4. Oktober 2010

BÜCHER-HERBST

Zur Buchmesse bringt die Frankfurter Allgemeine umfangreiche Rezensionen und Überblicke. Hubert Spiegel und Christian Geyer ziehen ein Resümee:

In der Schönen Literatur gibt es eine Tendenz zum Thema "Krieg". Im Sachbuch-Bereich kommt auffällig oft das Thema "Depression" zur Sprache.

Zitate: "Als Pest unserer Tage gehört sie zu den häufigsten Leiden.."

"Worin liegt der literarische Reiz von Krieg, Gewalt, Zerstörung und Untergang?."

Das ist falsch gefragt, denn die Menschheit ist mit dem Faktor Krieg längst am Ende angekommen. Dass es ihn immer noch gibt, stürzt sie in Depressionen. Dem verleihen die Dichter Ausdruck.

Samstag, 2. Oktober 2010

Die Meldung des Tages

Als ich diese meldung las, konnte ich es kaum glauben. 

"Morgen wird die letzte Rate einer Anleihe fällig, die Deutschland 1990 aufgenommen hat, um Zinsen für seine Kriegsschulden zu bezahlen
BERLIN - Er gilt vielen als die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ und geht an diesem Sonntag in gewisser Weise endgültig zu Ende: der Erste Weltkrieg. Denn morgen wird die letzte Rate einer zwanzigjährigen Anleihe fällig, die das wiedervereinigte Deutschland 1990 aufgenommen hat, um Zinsen für Kredite zu bezahlen, mit denen einmal die Kriegsschulden aus dem Ersten Weltkrieg beglichen werden sollten. Konkret geht es um rund 75 Millionen Euro, die jetzt vom Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen in Berlin-Weißensee ausgezahlt werden.
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs durch den Waffenstillstand am 11. November 1918 wiesen die Westmächte dem Deutschen Reich im Versailler Vertrag die alleinige Schuld zu und verbanden dies mit einer gewaltigen Reparationsforderung. Begründet wurde sie auch mit der Tatsache, dass der Krieg im Westen fast ausschließlich auf französischem Gebiet stattgefunden hatte und es dort Zerstörungen in gewaltigem Ausmaß gab.
Da Deutschland nie in der Lage war, die finanziellen Forderungen aus eigener Kraft zu begleichen, kam ein etwas sonderbarer Kreislauf in Gang: Die USA gaben Deutschland Kredite, mit denen Berlin die Reparationen im Wesentlichen an Frankreich und Großbritannien bezahlte. Diese Länder wiederum beglichen mit den Einnahmen aus Deutschland ihre eigenen Kriegsschulden in den USA. Ein paar Jahre lang funktionierte das recht gut. Als aber nach dem New Yorker Börsencrash im Oktober 1929 dieser Kreislauf zusammenbrach, verschärfte das die Weltwirtschaftskrise ungemein. Erst im Sommer 1932, wenige Monate vor Hitlers Machtantritt, wurden die Reparationen endlich gestrichen.
Doch die Anleihen, die Deutschland vor allem in den USA aufgenommen hatte, um in den Jahren zuvor die Reparationen zu bezahlen, mussten weiter bedient werden. Erst im Zweiten Weltkrieg hörte die NS-Regierung mit diesen Zahlungen auf. Als Deutschland dann auch diesen Krieg verloren hatte, sahen zumindest die westlichen Alliierten ein, dass Reparationen kein geeignetes Mittel waren, um in Deutschland eine demokratische Entwicklung zu fördern. Im für die Bundesrepublik sehr günstigen Londoner Schuldenabkommen wurde 1953 auch festgelegt, dass die Zinsen für die Anleihen aus der Zwischenkriegszeit erst nach einer möglichen Wiedervereinigung bezahlt werden müssten. So kam das Thema 1990 wieder auf die Tagesordnung. Es wurde beschlossen, zur Begleichung der verbliebenen Zinsforderungen in Höhe von 239,4 Millionen DM eine neue Anleihe mit einer Laufzeit von 20 Jahren aufzulegen. Und die letzte Rate dieser Anleihe wird nun fällig. (Von Joachim Riecker)"

Hilfe, Urlaub! - Vorsicht vor Ferien!

Viele Themen wagt man ja nicht anzusprechen (oder hier“anzuschreiben“), weil sie zu sehr den allgemein üblichen Überzeugungen widersprechen und man deshalb Gefahr läuft, dass einen selbst die Menschen nicht verstehen, denen man sich ansonsten vielleicht sogar geistes- oder seelenverwandt fühlt.

Ein solches Thema ist der „Urlaub“ oder die „Ferien“. Das Verhältnis sehr vieler Bürger zu ihrem Alltag und zu ihrem Beruf ist ein durchaus schwieriges. Seit dies so ist, haben Urlaub, Ferien oder Reisen eine geradezu allmächtige Bedeutung gewonnen. Schon der Gedanke an freie Tage oder an besondere Reisen versetzt heute die Menschen in erhobene Stimmung. Man kann das eigentlich nur mit einem Suchtmittel – vielleicht eher mit einem sanften, wie z.B. dem Kaffee - vergleichen. Schon wenn mancher an den Duft des Kaffees denkt, gibt ihm das ein Wohlgefühl. Vorher die ungeheuere Sehnsucht oder im extrem die Begierde danach, dann der Genuss mit seiner erregenden Wirkung, dann die Zeit danach, die oft nicht so erquicklich ist.

Liegen am Strand

Aber beim Thema „Ferien“ gibt es eben nur eine in der Gesellschaft gültige Meinung: Sie sind gut, besser und am besten! Von irgendetwas Negativen kann und darf keine Rede sein.

Deshalb wurde ich nun doch hellhörig, als ich in „Ankowitschs Kolumne - belebt Körper und Geist“ – aus The Red Bulletin Okt.2010 ) diesen humorvollen Bericht fand (Auszüge):
Hilfe, Urlaub!Es wird Sie sicher wundern, dass ich mit diesem Thema erst so spät ankomme, Jetzt über die Auswirkungen des Urlaubs auf unser Gehirn nachzudenken? immerhin ist es schon ein paar Wochen her, dass Sie verreist waren. Doch seien Sie versichert: Es ist nur zu Ihrem Besten, dass ich Sie erst heute damit konfrontiere! Vor ein paar Wochen wären Sie wahrscheinlich nicht in der Lage gewesen, meinem kleinen Text zu folgen, denn Urlaub macht ... wie sage ich es am diplomatischsten ... Urlaub macht ... hilft ja nichts ... Urlaub macht dumm! Herausgefunden hat das der deutsche Psychologe Siegfried Lehrl: Wenn man drei Wochen lang nur faul herumliege, büße man rund zwanzig Intelligenzpunkte ein, was sich in Form zunehmender Begriffsstutzigkeit bemerkbar mache. Der Grund, so Dr. Lehrl: Durch die urlaubsbedingte Untätigkeit verliere unser Gehirn an Spannkraft, einem Muskel ähnlich, den wir nicht mehr trainieren. 


Mindestens ebenso überraschend wie diese Erkenntnis ist der Umstand, dass Dr. Lehrl die Ergebnisse seiner Forschungen bereits vor über zehn Jahren vorlegte, sie bis heute aber niemand so richtig zur Kenntnis genommen hat. Das liegt wohl daran, dass man sie uns regelmäßig direkt nach den Sommerferien präsentiert, und zu der Zeit sind wir ‑ aber das wissen Sie ja schon. 

Wenn Sie nun glauben, im Übrigen sei das Urlaubmachen eine wunderbare Angelegenheit, dann muss ich Sie leider enttäuschen: gefährliche Sache, das! Nehmen Sie nur die schreckliche Unordnung, die es in ihrem Leben anrichtet. Vor allem Eltern wissen, was ich meine: Während wir unterm Schuljahr penibel darauf achten, die Kleinen möglichst früh ins Bett zu befördern, damit sie morgens problemlos aufstehen können, betrachten wir es während der Sommermonate als selbstverständlich, wenn die Kinder kurz vor elf Uhr nachts noch eine kleine Runde Wii oder PlayStation spielen. Was zur Folge hat, dass die Kinder zu Beginn des Schuljahrs wie die matten Fliegen in ihren Klassen hängen und erst mühselig wieder auf einen alltagstauglichen Rhythmus zurücktrainiert werden müssen (und wir mit ihnen aber das nur nebenbei). ... 
Womit wir bei den Tipps gelandet wären, denn beim nächsten Mal soll ja alles anders werden, Was also tun gegen Verblödung und Krankheit? Soweit ich es überblicke, gibt es nur eine todsichere Methode, wunderbar erholt, bestens gelaunt, blendend aussehend und hochintelligent aus dem Urlaub zurückzukehren. Leider kann ich Sie Ihnen nicht verraten, habe ich sie doch erst vor kurzem, in den letzten Tagen meines Urlaubs auf... wo war das noch gleich? ... was wollte ich gerade sagen? ... wo bin ich hier eigentlich?



Christian Ankowitsch, 51, ist ein österreichischer Journalist, Schriftsteller und Lebenshelfer. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.


Zufällig fand ich noch diese Meldung. Manche Leute haben das wohl bemerkt, was mit ihnen im Urlaub passiert: 

Reise-Umfrage



Deutsche wollen nicht am Strand brutzeln
Eine Umfrage zum Thema Reisen zeigt: Wunsch und Wirklichkeit klaffen häufig auseinander. So wollen viele lieber aktiv sein, statt nur am Strand zu liegen. ...

Donnerstag, 30. September 2010

Fragen zur Literatur

In Amerika macht man sich Gedanken über die Qualität von Literatur, denen man hier z.Zt. nicht begegnet. Reicht es aus, wenn ein Autor das Leben (nur) spiegelt oder erwartet der Leser, dass der Autor die Realität, die der Leser sowieso aus seiner eigenen Erfahrung kennt,  verwandelt?
Nun wird jeder Leser, das persönlich beurteilen müssen. Der Erfolg solcher realistischen Literatur zeigt, wie anspruchslos viele Menschen sind. Vom künstlerischen Standpunkt reicht die realistische Sichtweise nicht aus. In dieser Pressemitteilung geht es um den so sehr angepriesenen neuen Roman von Franzen "Freiheit":


"The New Republic (USA), 24.09.2010

Freiheit

Ruth Franklin mochte Jonathan Franzens Roman "Freiheit" überhaupt nicht, vor allem stört sie sein Begriff von Realismus. "Ist das wirklich alles, was wir von der Kunst erwarten? Besteht Realismus nur in der Niederschrift von Realität? Noch während ich mich über die vielen Lobeshymnen wundere, die Franzens geradezu übernatürliche Gabe preisen, uns zu zeigen, wie wir tatsächlich aussehen, traf mich der Solipsismus der Formulierungen - sind wir wirklich das wichtigste und interessanteste Thema?  - und der Begrenztheit eines solchen ästhetischen Unternehmens. In 'The Mirror and the Lamp' ging der große Kritiker M. H. Abrams vor vielen Jahren einem solchen geschrumpften Ideal nach. Er behauptete, dass zu Beginn der romantischen Periode eine fundamentale ästhetische Verschiebung stattgefunden habe, als Schriftsteller und Künstler in der Kunst nicht mehr das Leben widerspiegeln, sondern es mit der eigenen Vorstellungskraft erleuchten wollten.
So gesehen ist es nicht die Aufgabe des Romans zu zeigen, wie wir leben, er soll uns vielmehr helfen herauszufinden, wie wir leben sollen - was genau die Form der Erhellung wäre, nach der so viele Charaktere in 'Freiheit' verlangen. Das ist der Punkt, an dem Franzen scheitert. Er ist ganz Spiegel, nicht Lampe."

Mittwoch, 29. September 2010

Bushs Rede zur "Freiheit"

Zufällig fand ich dieser Tage diese damals berühmt gewordene Rede von George W. Bush wieder.
Sie ist ein Dokument, das den Anspruch der USA bestätigt, sich über alle Völker der Welt zu stellen; deren Politik und Systeme nach den eigenen Maßstäben zu beurteilen und notfalls als Weltpolizist beliebig militärisch einzugreifen. Der Begriff "Freiheit" wird hier zur Waffe gegen den politischen Feind umgeschmiedet.

Der amerikanische Präsident George W. Bush hat in seiner Antrittsrede nach der Vereidigung zur zweiten Amtszeit (20. Januar 2005)  sein Streben nach einer Welt dargelegt, in der alle Menschen in Freiheit und Frieden leben. Bush sagte in Auszügen (nach einer dpa-Übersetzung):


freedom picture

„So lange in Regionen dieser Welt Groll und Tyrannei herrschen, die empfänglich sind für Ideologien, die Hass schüren und Mord entschuldigen, wird die Gewalt wachsen und sich in destruktiver Macht vervielfachen. Es gibt nur eine Kraft in der Geschichte, die die Herrschaft von Hass und Groll brechen, die Anmaßung von Tyrannen entlarven und die Hoffnung der Aufrechten und Toleranten belohnen kann: das ist die Kraft der menschlichen Freiheit.” (...) 
„Das Überleben der Freiheit in unserem Land hängt immer mehr vom Erfolg der Freiheit in anderen Ländern ab. Die beste Hoffnung für Frieden in unserer Welt ist die Ausbreitung von Freiheit in aller Welt.” (...) 
„Es ist die Politik der Vereinigten Staaten, demokratische Bewegungen und Institutionen in jedem Land und jeder Kultur zu suchen ihre Entwicklung zu unterstützen, mit dem Endziel, die Tyrannei in der Welt zu beenden.” (...) 
„Amerikas Einfluss ist nicht unbegrenzt. Aber zum Glück für die Unterdrückten ist der Einfluss bedeutend und wir werden ihn im Einsatz für die Freiheit selbstbewusst anwenden.” (...) 
„Amerika spricht heute zu den Völkern dieser Welt: Alle, die in Tyrannei und Hoffnungslosigkeit leben, sollen wissen: die Vereinigten Staaten werden eure Unterdrückung oder die Ausflüchte eurer Unterdrücker nicht hinnehmen. Wenn ihr für Frieden einsteht, stehen wir hinter euch. Demokratische Reformer, denen Unterdrückung, Gefängnis oder Exil droht: Amerika sieht euch als das, was ihr seid: die künftigen Anführer eures befreiten Landes.” (...) 
„Alle Verbündeten der USA sollen wissen, dass wir ihre Freundschaft honorieren. Wir brauchen euren Rat, wir sind auf eure Hilfe angewiesen. Gezänk unter freien Nationen ist das Hauptziel der Feinde der Freiheit. Gemeinsame Anstrengungen der freien Nationen, um die Demokratie zu fördern, sind der Beginn der Niederlage unserer Feinde.” (...) 
„Weil wir in der großen Befreiungstradition dieses Landes handelten, haben Millionen von Menschen die Freiheit erlangt. Und weil Hoffnung Hoffnung weckt, werden Millionen weitere Freiheit finden. ... Eines Tages wird das ungezügelte Feuer der Freiheit auch die dunkelsten Ecken unserer Welt erreichen.” (...) 
„Wir gehen voran mit dem festen Vertrauen, dass die Freiheit letzten Endes triumphiert. (...) Nicht, weil wir uns für eine auserwählte Nation halten, Gott bewegt und entscheidet nach seinem eigenen Willen. Wir haben das Vertrauen, weil die Freiheit die dauerhafte Hoffnung der Menschheit ist ...” 
Text: dpa

Sonntag, 26. September 2010

[zeit.de] Empfehlung für den Artikel: Der Mann, der niemals starb

Ihre ZEIT ONLINE-Redaktion:

Guten Tag,
unser Leser empfiehlt Ihnen den Artikel "Der Mann, der niemals starb".
Um den Artikel zu lesen, klicken Sie auf diesen Link:
http://www.zeit.de/2010/32/Saint-Germain

Graf von Saint Germain

Nachdem ich in Zusammenhang mit Louisenlund schon einiges über St.Germain geschrieben habe, finde ich diesen Artikel empfehlenswert.

Samstag, 25. September 2010

Bulls and Bears




Dieses Bild von Holbrook stammt aus dem Jahre 1879. Es ist der Beginn des Michaelzeitalters. Rudolf Steiner wies darauf hin, dass in den Jahren zuvor es auf der Erde einen gewissen negativen geistigen Umschwung gegeben hatte. In diesem Bild kommt etwas davon zum Ausdruck. Es bildet Kräfte ab, die im Wirtschaftsleben aktiv sind. 

Freitag, 24. September 2010

DAS OPFERN

Sehr nachdenklich kann einen der folgende Bericht aus der FAZ vom 23.September 2010 machen.

Wer sich mit Selbsterkenntnis und mit einer zukunftweisenden Entwicklung beschäftigt, der weiß, dass der Mensch zu seiner Weiterentwicklung etwas „opfern“ muss.  Früher opferte er den Göttern; heute ist es mehr ein subtiler, innerseelischer Vorgang, damit der Mensch nicht völlig an diese materielle Welt gekettet bleiben muss.

Zur Befreiung der Individualität von den Zwängen der Welt, muss die Seele etwas, was ihr scheinbar zunächst Genuss, Wohlbefinden, Bequemlichkeit verspricht, aufgeben oder etwas drastischer ausgedrückt: opfern.

 

Nun wird hier auf ein Buch hingewiesen, wo es gerade Jugendliche, bzw. noch Kinder einer 7.Klasse, sind, die diesen Weg beschreiten wollen. Es geht hier um etwas, was normalerweise wie ein menschlicher Schicksalsschlag im Leben auftritt oder was beim Erwachsenen, der Selbsterziehung betreibt, in gewisser Art seine Bedeutung hat. Das erscheint hier bei den Kindern wie in einem verzerrten Spiegelbild. Aber es ist dennoch bewegend, dass es in der Literatur nun in dieser Form auftaucht:

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Janne Tellers verstörender Bestseller


Janne Teller
Wie man zum Fanatiker wird
Mit ihrem Jugendbuch „Nichts“ feiert die Dänin Janne Teller derzeit einen Überraschungserfolg bei Lesern jedes Alters. Die Radikalität der Geschichte begeistert die einen und verstört die anderen.
Von Tilman Spreckelsen
23. September 2010 
...Der Roman erzählt von einer dänischen Schulklasse auf der Schwelle zum Erwachsenwerden, die, provoziert durch einen Mitschüler und dessen existenzialistische Parolen, herausfinden will, was dem Leben Bedeutung verleiht - dem jeweils eigenen Dasein ebenso wie dem großen Ganzen. Und während jener Störenfried namens Pierre Anthon tagaus, tagein auf einem Pflaumenbaum hockt und seine Mitschüler mit halbreifen Früchten und verstörenden Sätzen bewirft, treffen die sich regelmäßig in einem alten Sägewerk und liefern reihum ab, was ihnen wichtig ist und was zu verlieren sie schmerzt: die neuen Sandalen, das schöne Fahrrad, die Rollenspielbücher, die blaugefärbten Zöpfe. Den Goldhamster, den Gebetsteppich, den Kindersarg mit den Überresten des kleinen Bruders. Den rechten Zeigefinger schließlich, womit die Sache nicht mehr vor den Erwachsenen zu verbergen ist. 
...Skandalös aber ist der Ernst, mit dem sie das betreiben und dabei eine Schmerzgrenze nach der anderen überschreiten - wenn er nicht wehtut, der Verlust, wie kann das Opfern dann etwas bedeuten - und so beweisen, dass es eben doch Dinge gibt im Leben, auf die es ankommt. Skandalös ist die Eigendynamik, die sich entwickelt, nachdem jeweils die anderen darüber bestimmen, was jeder Einzelne zu opfern hat. Skandalös ist schließlich, wie das Erlebnis, sich auf Geheiß der anderen etwas aus dem Herzen gerissen zu haben, alles Mitleid überdecken kann: Wenn ich gelitten habe, so sagt sich jeder, können es die anderen auch. An Ausstieg ist in dieser Phase der Sinnstiftung nicht mehr zu denken. So wird der Zeigefinger des begabten Gitarrespielers Jan-Johan gnadenlos amputiert, während der schreiende, weinende Junge festgehalten wird und sich von Kopf bis Fuß einnässt. „Alle mussten ihren Teil beitragen“, kommentiert Agnes das: „Wir hatten unseren beigetragen. Jetzt war Jan-Johan an der Reihe. So schlimm war es doch wohl nicht.“ Wer wissen möchte, welchen Weg Fanatiker hinter sich haben, die alles und jeden zu opfern bereit sind, findet in „Nichts“ eine Antwort.
 Janne Tellers verstörender Bestseller: Wie man zum Fanatiker wird
An der Rezeption von „Nichts“ wird sich zeigen, ob wir es ertragen, wenn neugierige Jugendliche mit dem Philosophieren Ernst machen. Und welchen Beitrag wir dazu leisten können, dass die Sache ein anderes Ende nimmt als im Buch.
Text: F.A.Z. Link: http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~ECA6402A5309342A599AF4B5CB088E718~ATpl~Ecommon~Scontent.html



Bildmaterial: Verlag

Zur Waldorfpädagogik:

Bewusstseins-Seelen-Elemente in der Erziehung I
Link: http://joveniden.blogspot.com/

Sonntag, 19. September 2010

Donnerstag, 16. September 2010

KORNKREISE

Auf der Seite "Forum für Grenzwissenschaften und Kornkreise" gibt es wunderbare Bilder von der diesjährigen Kornkreis-Saison aus ganz Europa:




Deutschland - 4. Kornkreis: Gut Ellerode

Montag, 26. Juli 2010 23:16

2_kornkreis_rampfel_a.jpgdeutschland.gif27.6.2010 - Gut Ellerode
37218 Witzenhausen, Hessen

Entdeckung am 27.6., Bestätigung am 30.6., erste Luftbilder am 1.7., Besuch und Untersuchung des Kornkreises am 10.7.2010
27.6.2010 - Nach der Erstmeldung wurde der Kornkreis am 30.6. bestätigt. Er wurde neben der A7 Kassel-Hannover, vor dem Dreieck Drammetal, von einem Autofahrer entdeckt. R. Däuble fand ein großes 8-teiliges Blütenmuster mit 3-D-Effekt, Durchmesser ca. 60-70 m, rund 300 - 400 m vom Gut Ellerode entfernt ::Karte in einem Weizenfeld. In der Mitte trägt die Formation einen Stern.


Montag, 13. September 2010

Warum Sie die Finger von Ratgeberbüchern lassen sollten

Unter diesem Titel erschien heute in der FAZ ein richtig geistreicher Artikel. Der Autor hat wirklich nachgedacht. So etwas würde man sich häufiger wünschen.

"Klarer Denken
Von Rolf Dobelli

Als der Essayist und Börsenhändler Nassim Taleb den Entschluss fasste, etwas gegen seine hartnäckigen Kilos zu unternehmen, schaute er sich bei den verschiedensten Sportarten um. Die Jogger machten ihm einen dürren und unglücklichen Eindruck. Die Bodybuilder sahen breit und dümmlich aus. Die Tennisspieler, ach, so Upper Middle Class! Doch die Schwimmer gefielen ihm. Sie hatten diese gutgebauten, eleganten Körper. Also entschloss er sich, zweimal die Woche in das chlorhaltige Wasser des lokalen Schwimmbades zu steigen und richtig hart zu trainieren. Es dauerte eine ganze Weile, bis er merkte, dass er einer Illusion auf den Leim gekrochen war. Die professionellen Schwimmer haben diesen perfekten Körperbau nicht, weil sie ausgiebig trainieren. Es ist andersherum: Sie sind gute Schwimmer, weil sie so gebaut sind. Ihr Körperbau ist ein Selektionskriterium, nicht das Resultat ihrer Aktivitäten.

Weibliche Models machen Werbung für Kosmetika. So kommt manche Konsumentin auf den Gedanken, die Kosmetika würden einen verschönern. Doch es sind nicht die Kosmetika, die diese Frauen zu Models machen. Die Models sind zufälligerweise als schöne Menschen geboren, und nur deshalb kommen sie für die Kosmetika-Werbung überhaupt erst in Frage. Wie bei den Schwimmern ist hier die Schönheit ein Selektionskriterium, nicht ein Ergebnis. Wann immer wir Selektionskriterium und Ergebnis vertauschen, sitzen wir der Swimmer's Body Illusion auf. Ohne diese Illusion würde die Hälfte der Werbung nicht funktionieren.

Aber es geht nicht nur um sexy Körper. Harvard hat den Ruf, eine Top-Universität zu sein. Viele höchst erfolgreiche Personen haben in Harvard studiert. Heißt das, dass Harvard eine gute Schule ist? Das wissen wir nicht. Vielleicht ist die Schule miserabel, aber sie rekrutiert die gescheitesten Studenten der ganzen Welt. Die Universität St. Gallen habe ich so erlebt. Ihr Ruf ist ausgezeichnet, aber der Unterricht (vor zwanzig Jahren) war medioker. Aus irgendwelchen Gründen - gute Selektion der Studenten, das Klima in dem engen Tal, das Kantinenessen? - ist trotz allem aus vielen Absolventen etwas geworden.

MBA-Kurse in aller Welt locken mit Einkommensstatistiken. Dem Interessenten wird vorgerechnet, dass ein MBA das Einkommen um durchschnittlich soundso viel Prozent steigert. Die einfache Rechnung soll aufzeigen, dass sich die horrenden Studiengebühren schon in kurzer Zeit bezahlt machen. Viele fallen darauf hinein. Ich will den Schulen nicht unterstellen, dass sie die Statistiken getürkt haben. Und doch sind ihre Aussagen wertlos. Menschen, die keinen MBA anstreben, sind ganz anders gestrickt als Menschen, die einen solchen Abschluss anstreben. Der spätere Einkommensunterschied hat tausend andere Gründe als das MBA-Diplom. Hier also wiederum die Swimmer's Body Illusion: Das Auswahlkriterium wird mit dem Ergebnis verwechselt. Wenn Sie sich überlegen, eine Weiterbildung zu machen, suchen Sie sich bitte andere Gründe als die Einkommenssteigerung.

Wenn ich glückliche Menschen frage, worin das Geheimnis ihres Glücks bestehe, höre ich oft Sätze wie: "Man muss das Glas halb voll statt halb leer sehen." Als könnten diese Menschen nicht akzeptieren, dass sie als glückliche Menschen geboren sind und nun halt die Neigung haben, in allem das Positive zu sehen. Dass Glückseligkeit zum großen Teil angeboren ist und im Verlauf des Lebens konstant bleibt, wollen die Glücklichen nicht einsehen. Die Swimmer's Body Illusion gibt es also auch als Selbstillusion. Wenn die Glücklichen dann noch Bücher schreiben, wird die Täuschung perfid. Darum: Machen Sie von jetzt an einen weiten Bogen um Selbsthilfeliteratur. Sie ist zu hundert Prozent von Menschen geschrieben, die, wie man so schön sagt, das Glück gefunden haben. Nun verschleudern sie auf jeder Buchseite Handlungsanweisungen. Dass es Milliarden von Menschen gibt, bei denen diese Tipps nicht funktionieren, bleibt unbekannt - weil Unglückspilze keine Selbsthilfebücher schreiben.

Fazit: Überall, wo etwas Erstrebenswertes - stählerne Muskeln, Schönheit, höheres Einkommen, langes Leben, Aura, Glück - angepriesen wird, schauen Sie genau hin. Bevor Sie ins Schwimmbecken steigen, werfen Sie einen Blick in den Spiegel. Und seien Sie ehrlich mit sich.

Der Schriftsteller Rolf Dobelli, Jahrgang 1966, ist Gründer und Kurator des Forums "Zurich.Minds". In Kürze erscheint sein neuer Roman "Massimo Marini" im Diogenes Verlag.

Text: F.A.Z., 13.09.2010, Nr. 212 / Seite 29"

Sonntag, 12. September 2010

Der Gedanken- und der Willens-Weg

Zum Phänomen Beuys und Schlingensief
In vielen Menschen taucht eine mehr oder weniger starke Unzufriedenheit mit dem, was er in der bestehenden physisch-sinnlichen Welt findet, auf.
Ist dieses Unbehagen besonders groß und verfügt der Mensch über ausreichend Kraft und Energie, dann sucht er entweder nach einer Überwindung dieser Unzufriedenheit in sich oder er versucht das Unvollkommene in der Welt zu überwinden.

Der Mystiker
Derjenige, der die Unzufriedenheit in sich zu überwinden versucht, kann so zum Mystiker werden oder heute würde man solche Menschen besonders auch östlichen Wegen zugeneigt finden.

Der Weg der Weisheit
Bei Menschen, denen es auch oder viel mehr um Veränderung der Welt geht, kann man solche finden, die den Weg der Anthroposophie gehen; diesen Weg kann man als den Weg des Denkens oder der Weisheit bezeichnen. Erst nach längerer Schulung in dieser Sphäre wird man beginnen, auch durch seinen Willen praktisch auf diese unvollkommene Welt verändernd einzuwirken.

Der Tatmensch
Andere Menschen wollen schneller wirksam werden: Sie gehen den Weg des Willens. Im Willen liegt eine gewaltige Kraft. Diese Kraft kann, wenn sie nicht von Weisheit geführt wird, sehr leicht auch zerstörerisch wirken. Diese Kraft führt oft auch zu „revolutionären“ Ausdrucksweisen. Solche Menschen, wollen z.B. auch die Mitmenschen aufrütteln. Sie versuchen Taten zu vollbringen, die sich gegen das Gewohnte auflehnen. Sie wollen die Menschheit aufwecken; manchmal auch durch schockierende oder provozierende Handlungen. Gelegentlich fühlen sie sich sogar zu noch extremeren Handlungen gedrängt. Sie meinen es hätte eine Berechtigung, um mehr Menschlichkeit auf der Welt zu verwirklichen, auch unmenschliche Taten zu vollbringen.
In unserer westlichen Kultur findet man solche Menschen, die einen besonders stark ausgeprägten Willensweg gehen, heute häufig im Bereich des Künstlerisch-Kulturellen. Ihnen strömt dann oft die Sympathie derer entgegen, bei denen die eigene Unzufriedenheit und Kraft nicht in so starker Weise ausgeprägt ist, sondern mehr unterschwellig wirkt. Da das heute bei sehr vielen Menschen ist, so genießen diese Willens-Menschen eine besonders große Anerkennung in weiten - besonders intellektuellen - Kreisen.
Da auch die Anthroposophie einen anderen Weg geht als die traditionelle Kultur oder die anerkannte Wissenschaft, so kann es bei diesen Persönlichkeiten, die stark durch ihre Taten wirken wollen, gelegentlich auch zu einer Annährung oder Sympathie zu dieser Form der Geisteswissenschaft kommen.
So erklärt sich ein bestimmter Aspekt des Wirkens der Persönlichkeiten von Beuys und Schlingensief. Daher die Bewunderung und Anhängerschaft gewisser Teile der Bevölkerung für ihre revolutionären, unkonventionellen, schockierenden oder aufrüttelnden Handlungen oder „Kunstwerke“.
Solche Menschen wie sie bewirken und bewirkten seit längerem den Haupttrend der heutigen Kulturproduktionen im Bereich des Theaters, der Malerei usw.

Der anthroposophische Weg
Der anthroposophische Weg versucht in seine Handlungen das Geistige einfließen zu lassen. Dazu muss er zunächst seine Persönlichkeit so umwandeln, dass er Zugang zum Geistigen findet. Das ist schwieriger und braucht eine gewisse Zeit.

Samstag, 11. September 2010

Politische Scheinheiligkeit

BERLIN ERLEICHTERT ÜBER DEN RÜCKZUG SARRAZINS

Bundesregierung: Wir haben keinen Einfluss geübt
(Schlagzeilen in der FAZ, 11.9.2010)


Egal, was man von den Gedanken Sarrazins hält, deutlich wird an diesem Fall, wie schnell man einem Menschen heute der Garaus machen kann, ganz ohne Polizei, Gerichte oder Inquisition. Die Nation verhält sich wie ein Kollektiv, das schlicht und einfach den "Übeltäter" einkesselt und ihn auf diese Weise kaltstellt.

Als Anthroposoph, der sich in freier Erkenntnisbildung schult, weiß man nur zu gut, wie es in Wahrheit um die "Meinungsfreiheit" in der heutigen Welt bestellt ist. Es ist in Wirklichkeit noch immer wie zu Galileis Zeiten. Wird etwas geäußert, was der herrschenden Meinung widerspricht, so ist es um diesen Menschen geschehen. Er wird nicht unbedingt mehr leiblich hingerichtet. Heute ist es mehr eine seelische-geistige Hinrichtung, die erfolgt.
Wichtig ist nur, dass man das weiß und von daher möglichst still hält und sich gut überlegt, wo und wie man was sagt.

Weitere Pressemeldungen:

Das hält keiner aus

Sarrazin erklärt sich in Potsdam / Von Michael Müller

Potsdam, 10. September. Es ist kurz nach 20 Uhr an diesem Donnerstagabend, als Thilo Sarrazin den Potsdamer Nikolaisaal betritt. Er ist umringt von schwarzgekleideten Leibwächtern, die nach den Morddrohungen der vergangenen Tage sein Leben schützen sollen.....




Zur Strecke gebracht

Von Berthold Kohler

Thilo Sarrazin ist der Aufforderung seiner Kritiker aus Staat und Partei gefolgt und hat sich selbst als Problem "abgeschafft". Von einem "freiwilligen" Rückzug können aber nur Zyniker sprechen. Von der "Menschenverachtung" über ....


Unabhängigkeit

Leider hatte die Deutsche Bundesbank dem Druck aus Berlin eilfertig nachgegeben und zunächst eine Abberufung ihres in politische Ungnade gefallenen Vorstandsmitglieds Sarrazin in die Wege geleitet....



Landtag lehnt Sarrazins Thesen einhellig ab

Landtag einig beim Reizthema Integration: Sarrazin hat unrecht....


„Zweifelhaftes Verfahren gegen Sarrazin“

Der Freiburger Staatsrechtslehrer Schoch hat Bedenken gegen das Verfahren der Abberufung Thilo Sarrazins aus dem Bundesbankvorstand. In der F.A.Z. schreibt Schoch, die Initiative dazu hätte vom Bundesrat ausgehen müssen. Bundespräsident und Kanzlerin erweckten den Anschein von „Befangenheit“.

Dienstag, 7. September 2010

Glücksforschung

Was die "Wissenschaft" wieder festgestellt hat (ein Trost für alle, die nicht mehr als 60 000 Euro verdienen):

Mehr Geld? Brauche ich nicht!

Dienstag 07.09.2010, 14:35

Ab einem gewissen Einkommen haben Menschen andere Belange, fanden Forscher heraus. Bis wann macht ein höheres Einkommen glücklicher? Forscher der Universität Princeton haben dafür eine genaue Grenze definiert – und einen weiteren Zusammenhang entdeckt.Geld macht einer Studie zufolge glücklich – aber nur bis zu einem bestimmten Punkt. Die Lebensqualität für einen Haushalt steigt bis zu einem Jahreseinkommen von umgerechnet knapp 60 000 Euro pro Haushalt immer weiter an. Doch danach verbessert mehr Geld das Leben nicht mehr, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie der US-Universität Princeton hervorgeht.
....

Ab 60 000 Euro rücken Freizeit und Gesundheit nach vorne„Vielleicht ist das auch die Schwelle, über der es den Menschen nicht mehr möglich ist, das zu tun, was am meisten zählt für ihr emotionales Wohlbefinden: Zeit mit der Familie verbringen, Krankheit und Schmerz vermeiden oder die freie Zeit genießen“, schreiben die Studien-Autoren, der Ökonom Angus Deaton sowie der Wirtschaftsnobelpreisträger des Jahres 2002, Daniel Kahnemann.

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Quelle:

Mittwoch, 1. September 2010

«DIE ESSENZ DER VERPFLICHTUNG»

In unserem Lehrerzimmer hing mit einem Male dieser Text aus. Ich recherchierte und fand, dass er im Internet zu finden ist. Bei Goethe selbst konnte ich ihn noch nicht ausfindig machen. Doch der Inhalt entspricht von seinem gedanklichen Niveau durchaus der Geistesart Goethes:


"Bis sich jemand verpflichtet hat, ist da ein Zögern,
Die Möglichkeit zum Rückzug...und immer Untauglichkeit.

Über Entschlusskraft und Schöpfung
gibt es eine grundlegende Wahrheit;
Die Unkenntnis davon zerstört unzählige Ideen
und grossartige Pläne -
und das ist, dass in dem Moment, da jemand sich
endgültig verpflichtet, dann auch die
Göttliche Vorsehung Einzug hält.
Alle möglichen Dinge ereignen sich, um diesem zu helfen-
Dinge die sich sonst nie ereignet hätten.
Ein ganzer Strom von Ereignissen ergibt sich aus der
Entscheidung.

Sie ruft für jenen, der die Entscheidung getroffen hat, alle
möglichen unvorhergesehenen Vorkommnisse und
Zusammenkünfte und stoffliche Hilfe hervor,
von der kein Mensch sich hätte träumen lassen,
dass sie auf diese Weise eintreffen würde.

Was immer du tun kannst,
oder wovon du träumst, du könntest es tun:
beginne damit!
Kühnheit trägt Genius, Macht und Zauber in sich.
BEGINN ES JETZT!
(von Goethe)

DIE MISSRATENEN

Was passiert, wenn Akademikerkinder absteigen?

Nach wie vor ist es für viele Eltern ein fast unüberwindliches Problem, wenn ihre Kinder nicht den gleichen Abschluss erreichen, den sie selbst errungen haben. Viele Erziehungsschwierigkeiten hängen damit zusammen. Über solchen Kindern schwebt unablässig das Damoklesschwert eines großen Leistungsdrucks. Oft erfüllen diese Kinder dann vordergründig die Wünsche ihrer Eltern. Aber sie gehen keinen glücklichen Lebensweg.

Anschaulich schildert folgender Artikel solche Lebens- und Leidenswege (nur kurze Auszüge):

Quelle: http://dasmagazin.ch/index.php/die-missratenen/

"Eigentlich haben sie bereits ihre ältere Schwester für das schwarze Schaf der Familie gehalten. Doch als die fünf Jahre jüngere Anna nach dem zweifachen Abbruch ihres Studiums beginnt als Stewardess zu arbeiten, sehen ihre angesehenen Eltern ihre dunkelsten Vorahnungen bestätigt. Schon die Älteste hat Jahre auf Kosten ihrer hart arbeitenden Mediziner-Eltern studiert. Sie setzte sich wohl aus Angst vor dieser harten Arbeit mit der Idee eines eigenen Medizinstudiums gar nicht erst auseinander. Und begleitete den Vater schon als Kind nicht gern, wenn er sie in die Klinik mitnahm. Sie wollte auch später auf keinen Fall in das Fach der Eltern wechseln. Aber immer noch besser als ihre jüngere Schwester Anna. Nur weil der Vater ihr verbot, wie ihre Schwester den Weg des geringsten Widerstands zu gehen, machte sie den Eltern das Leben zur Hölle. Dabei wollten Mutter und Vater bei der letzten verbliebenen Tochter einfach kein Risiko eingehen und verboten ihr sogar den Ballettunterricht. Das wäre zu mädchenhaft, ohnehin fehle ein medizininteressierter Sohn in der Familie. Stattdessen solle doch sie das Medizinstudium beginnen. Wenigstens eines der Kinder sollte etwas wirklich Nützliches tun.
Illustration von Gregory Gilbert-Lodge

Akademikereltern legen ihrem Nachwuchs zahllose Startvorteile für den Weg nach oben in die Wiege. Investieren viel Zeit, Geld, Energie in deren Bildung. Welcher Metzgerssohn liest schon so früh wie ein Professorenkind die wichtigsten Werke der Weltliteratur? ...
«(Eine) Hypothek lastet schwer auf vielen Akademikerkindern, die denselben Weg wie ihre Eltern beschreiten. Eigentlich möchten sie sich wie alle anderen Kinder von ihren Eltern distanzieren. Sie können das nur nicht so direkt wie etwa Söhne von Tramchauffeuren: indem sie aufsteigen, hart arbeiten, besser und erfolgreicher als ihre geringer qualifizierten Eltern werden.»

Ulrich Frischknecht: «Ich denke, diese Ambivalenz verringert die Motivation, die Neugier vieler Akademikerkinder auf alles Akademische. Besonders, wenn ihre Eltern die akademische Karriere als besonders wichtig empfinden. Und viele tun das. Gerade für viele Akademiker ist der eigene Beruf, die eigene Arbeit doch sehr wichtig für ihre Selbstdefinition.»

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