Freitag, 29. Februar 2008

Aus der russischen Seele

Umdenken und Verständnis ist nötig
In der heutigen Zeit versuchen die westlichen Staaten ihr Staatsmodel und ihr Demokratieverständnis allen Staaten der Welt aufzuprägen. Es gibt keine Kultur des Verständnisses für andere Zivilisationen und Völker.
Besonders unverständlich ist gerade in Deutschland das Phänomen des Nationalgefühles, des Zusammenhörigkeitsgefühles innerhalb eines Volkes. Was aber in fast allen Staaten der Welt verbreitet ist, ohne dass man gleich von einem nationalen Extremismus sprechen kann.

Zunächst einmal muss man verstehen, was die anderen wollen. Zusammengehörigkeit, Moral, Religiosität sind in östlichen Ländern wichtige Gefühle, die das gesellschaftliche Leben prägen.

Einige Zitate aus einem Interview, das Kerstin Holm in der FAZ am 29.2.2008 mit Frau Narotschnizkaja von russischen Institut für Demokratie und Zusammenarbeit in Paris führte.

Das Ideal ist natürlich die Harmonie von der Freiheit des Einzelnen und den Interessen der Allgemeinheit, die vom Gesetz geschützt werden. Im Westen wird die menschliche Freiheit vor allem als Abwesenheit von Einschränkungen verstanden. In Russland fragt man eher, wozu Freiheit da ist. ... Freiheit soll der christlichen Tugend dienen...

Verglichen mit Europäern ist die Heimatbindung der meisten Russen sehr groß. Bei einer Umfrage nach Verbrechen, die man nicht verzeihen dürfe, antworteten 92%: Vaterlandsverrat. ...

Byzanz ist unsere Urmutter. Im 18. und 19. Jahrhundert war unsere Kultur stark westeuropäisch geprägt. Damals haben wir auch die Verachtung westlicher Denker, beispielsweise Herders, für die byzantinische Kultur übernommen. Im 20. Jahrhundert herrschte bei uns der Marxismus, auch ein Import aus Westeuropa, der allerdings von seinen Wurzeln abgeschnitten war. Das östliche und westliche Christentum sind Bruderzivilisationen. Deshalb ist das Ressentiment zwischen beiden so bitter.

Dass sich Russland von Europa entfremdet, ist eine traurige Entwicklung. Daran sind aber leider auch unsere Liberalen schuld, die für die russische Geschichte und russische Tradition nur Verachtung übrighatten. Sie verachteten das Volk ebenso wie die Obrigkeit. ...

Heute gehen dem Westen die nichtökonomischen Werte aus. Diese Art Freiheit führt in die Sklaverei des Fleisches. Angesichts des Andrangs nichtchristlicher Zivilisationen ist das besorgniserregend. Dass die christliche Tradition in der europäischen Verfassung nicht erwähnt wird ist skandalös. ...
Der östliche Mensch ist verzweifelt über die areligiöse und für ihn unmoralische Entwicklung des Westens. Er kann sie nicht verstehen.

Sonntag, 24. Februar 2008

Eine „Hiobs“-Botschaft

Aus den Karmavorträgen

„In der physisch – irdischen Welt, - wir haben gute Absichten, neben uns steht einer , der hat sehr böse Absichten: wir versuchen gute Handlungen auszuführen, es gelingt uns mehr oder weniger, neben uns steht einer, dem sozusagen alles gelingt. Wir sehen dann das Leben dahingehen. Nach Jahren oder Jahrzehnten blicken wir zurück auf dasjenige, was geschehen ist, und man kommt allzu leicht gegenüber dem physisch-irdischen Verlauf zum Urteil: Es ist nicht so, dass die gute Absicht, aber auch die guten Taten , im Erdenleben auch gute Folgen haben für den Menschen.- Zum Beispiel erscheint auf der Erde der Gute bestraft der Böse belohnt, indem der Gute unglücklich werden kann, der Böse glücklich werden kann. Wir sehen keinen Zusammenhang zwischen demjenigen, was moralisch lebt, und demjenigen, was sich physisch verwirklicht.

Dagegen hat alles Physische seine Konsequenzen; die magnetische Kraft muss das Eisen anziehen, sie hat diese notwendige Konsequenz. Auf der Erde verwirklicht sich zunächst für dasjenige Leben, das wir durchleben zwischen Geburt und Tod, nur, was im physischen Zusammenhang steht. Nun meine lieben Freunde, einen solchen physischen Zusammenhang gibt es im Sonnensein nicht. In diesem Sonnensein gibt es nur einen moralischen Zusammenhang. Jedes Moralische hat dort die Macht sich auch zu realisieren und in entsprechender Weise zu realisieren. Das Gute bewirkt Daseinserscheinungen, die beglückend sind, das Böse bewirkt Daseinserscheinungen, die für den Menschen nicht beglückend sind. ...“

Rudolf Steiner in den „Karmavorträgen“ GA 238, Seite 101

Samstag, 16. Februar 2008

Gehirn und Bewusstsein

Dieser Artikel wurde im Jahre 2004 verfasst - fand aber kein Forum der Veröffentlichung

Seit einiger Zeit ist wieder einmal ein Geisteskampf aufgeflammt, der seit dem Siegeszug des Materialismus immer wieder die Wissenschaftler entzweit hat. Es geht um die Frage des Zusammenhangs zwischen unserem menschlichen Bewusstsein und dem physischen Gehirn. Die grandiosen heutigen Möglichkeiten in die kleinsten, ja allerkleinsten, molekularen Abläufe im Gehirn mit technischen Apparaten hineinzuschauen, haben die Debatte um den Ursprung des menschlichen Bewusstseins wieder heftig aufleben lassen. Man hat ja inzwischen herausgefunden, dass es zu jeder Denkbetätigung, ja auch zu bestimmten Charakteranlagen etwas Entsprechendes in den biologischen Vorgängen und in den Strukturen des Gehirns gibt. Und eine Gruppe von Wissenschaftlern geht nach wie vor davon aus, dass alle Bewusstseinsvorgänge ihren Ursprung im physischen Gehirn haben. Ihre modernen Forschungen scheinen das mit erdrückendem Gewicht zu beweisen. Dagegen haben die Verfechter der menschlichen Freiheit bzw. der Unabhängigkeit des Bewusstseins von den Gehirnstrukturen einen schweren Stand.

Nun erschien mitten in dieser Auseinandersetzung im Frühjahr diesen Jahres in einer überregionalen deutschen Tageszeitung ein außerordentlich bemerkenswerter Leserbrief. Ein Professor schildert darin, dass er einmal in Zusammenhang mit der oben erwähnten Debatte von eben dieser Tageszeitung des Auftrag bekommen hatte, einen Artikel über das menschliche Bewusstsein zu schreiben. Das Thema sollte folgendermaßen lauten: „Kann der Geist erkranken?“* Er erzählt nun in diesem Leserbrief, wie er sich an die Arbeit machen wollte, aber der Artikel gelang nicht. So sehr er sein Gehirn auch zermarterte, es wollten nicht die rechten Worte in die Feder fließen. Als er schließlich verzweifelt seine Bemühungen aufgab und zum Telefonhörer griff, um der Zeitungs-Redaktion mitzuteilen, dass er nicht in der Lage sei, diesen Artikel zu schreiben, „ ...da geschah das Unglaubliche: Ich ‚sah’ mit einem ‚inneren Auge’ den ganzen Beitrag vor mir. Er war fertig, alles war ‚geschrieben’, ich brauchte es nur noch ‚abzuschreiben’. Aber sofort! Ich schrieb das Ganze in einem Zug ohne nachzudenken. Und war überrascht! Das war etwas anderes, als ich mir ausgedacht hatte. Es war gut, doch ‚ich’ hatte das nicht geschrieben, es war mir zugefallen – von woher?

Also während dieser Mensch sich mit seinem Denken, seinem wachen, bewussten, intellektuellen Denken bemüht, einen Artikel über den „Geist“ zu schreiben, scheitert er mit eben diesem Denken, er kommt nicht weiter. Als er dann aufgibt, kommt es zu einem Durchbruch: Er sieht den ganzen Inhalt vor sich oder in sich. Natürlich stammt dieser Inhalt von einer anderen Ebene als derjenigen, auf der er sich vorher mit seinem alltäglichen Denken bewegt hat. Aber dennoch haben beide Ebenen nichts mit der äußeren sinnlichen Welt zu tun, sondern haben rein innerlichen, geistigen Charakter. Die Schilderungen dieses Leserbriefschreibers veranschaulichen auf sehr exakte Weise bestimmte geistige Phänomene in unserem Bewusstsein.

Wir müssen in uns zwei Bewusstseinsebenen deutlich unterscheiden. Auf der einen Ebene, nennen wir sie die untere, sind wir mit unserem ich-geführten Denken tätig, von der anderen, nennen wir sie die höhere, kommt uns etwas zu, von dem wir das Gefühl haben können, dass wir es nicht selbst geschaffen haben. Auf der unteren Ebene empfinden wir uns als aktiv Schaffende, auf der höheren Ebene ist unser Ich wie passiv empfangend. Aber auf beiden Ebenen geht es um das gleiche Thema. Auf der unteren Ebene findet meine bewusste Bemühung um einen Inhalt statt, von der höheren Ebene kommt die Antwort zum gleichen Thema, nur eben anders als „ich“ sie erwartet hatte. Gleichwohl kann man erleben, dass man die geschenkte Antwort mit seinem ganzen wachen Bewusstsein durchdringen und denkerisch nachvollziehen kann. Die Antwort ist auf keinen Fall absonderlich, unlogisch oder gewissermaßen vom Inhalt her „mystisch“. Sie ist allerdings gewöhnlich nicht so, wie man bisher seine Gedanken üblicherweise formte, sondern es lebt meist etwas Neues in einer solchen eingegebenen Antwort.

Um zu einem vertieften Verständnis dieser beiden Ebenen zu gelangen, sei es gestattet einen bildhaften Vergleich anzuführen. Bei unserer denkerischen Betätigung ist es sinnvoll, wie ein Gärtner vorzugehen. Dieser sät zunächst, dann gießt er die Saat, düngt und pflegt sie sorgfältig. Schließlich erntet er die Früchte. Aber er kann die Früchte nicht selbst hervorbringen. Sie werden ihm gewissermaßen durch die Naturkräfte geschenkt. Seine eigene pflegende, helfende Tätigkeit ist etwas ganz anderes als das, was in der Pflanze geschieht. Die eine Ebene, die untere, ist also die Arbeit des Gärtners, gleichwohl ist sein Bestreben und Ziel, Früchte zu bekommen. Die andere, die höhere Ebene ist der Lebensprozess der Pflanze, der mit den ganzen Natur- und Himmelskräften zusammenhängt und der die Früchte hervorbringen lässt.

Genau so arbeitet unser Bewusstsein: Wir sind zum einen aktiv denkerisch tätig, wir nehmen Informationen auf, wir lassen unsere Gedanken um einen Gegenstand kreisen, wir denken Gedanken, die wir anderswo aufgenommen haben, nach, wir konzentrieren uns, wir machen Gedankenübungen usw. Das entspricht der pflegerischen Tätigkeit des Gärtners. Aber es wäre eine Täuschung, wenn wir denken würden, dass wir so wirklich etwas Neues, Eigenständiges hervorbrächten. Und dieser Täuschung unterliegt gewissermaßen unserer ganze Kultur. Ein Gärtner könnte selbst nur rote Tomaten hervorbringen, wenn er sie aus Ton formte und dann rot anmalte. Dann wären sie aber tot und ungenießbar. Ähnlich verhält es sich mit den allermeisten Produkten der herrschenden Denkkultur, sie haben kein wirkliches Leben in sich und für den sensibel empfindenden Menschen sind sie auch ungenießbar. Eine andere Tatsache, der wir in unserem alltäglichen Leben auch häufig begegnen lässt sich vergleichsweise so ausdrücken: Der Gärtner ginge auf den Markt und kaufte dort, die von anderen produzierten Tomaten; dann hätte er sie aber nicht selbst erzeugt. Auch das entspricht unserem heutigen Geistesleben: Man wiederholt immer in neuen Anordnungen die gleichen Gedanken, die irgendwann einmal irgendjemand geäußert hat und die somit zu dem allgemein anerkannten bürgerlichen Gedankengut gehören.

Nun zur zweiten, höheren Ebene. Dort reift etwas heran, während wir uns auf der unteren Ebene abmühen, was uns dann in einem bestimmten Moment wie durch eine Eingebung zukommt.

Nur dadurch, dass wir häufig sehr ungenau im Beobachten unserer Bewusstseinsvorgänge sind, unterscheiden wir diese beiden Ebenen nicht. Aus einem gewissen Hochmut heraus denken wir, wir würden selbst innerlich geistig alles hervorbringen, indem wir denkerisch tätig sind. Es ist dies der gleiche Irrtum wie der, dem der Gärtner erliegen würde, wenn er meinte, er selbst brächte die Früchte hervor, die er anbaute.

Aber wie die Sonnenkraft erst die Früchte reifen lässt, so bescheint eine höhere Geisteskraft unsere Gedankenkeime. Es braucht dann nur etwas Geduld, Ruhe, Konzentration und auch schließlich eine völlige Zurücknahme des logischen-intellektuellen Denkens, damit die andere Ebene sich äußern kann. Der Schreiber des Leserbriefes empfand es so, als ob er sein „Ich“ aufgeben musste, um die höhere Eingebung zu erhalten: Erst im Moment der ‚Ich-Aufgabe’ brach das inzwischen ohne mein Zutun von einer unbewussten Instanz Verfasste durch. Mir scheint, dass ‚tiefere’ Schichten des Gehirns mit ‚tieferer’ Einsicht sich gegenüber dem Ich-Bewusstsein durchgesetzt hatten.“ Natürlich kann nicht von einer Aufgabe des „Ichs“ die Rede sein. Das wäre nur richtig, wenn man das wach-bewusste Denken mit dem eigenen Ich gleichsetzen würde. Sinnvoller ist es, das Denken als ein Werkzeug oder eine Betätigungsart des Ichs anzusehen. Denn man erlebt, dass das Ich überall mit dabei ist, entweder aktiv schaffend oder auch passiv empfangend. Dieses Ich beurteilt jeweils auch, die Qualität der eigenen Denkleistung. Das Ich des Autors zeigte sich z.B. in dem Leserbrief unzufrieden mit den Denkergebnissen, es spürte, dass die Ergebnisse nicht dem entsprachen, was es auf einer anderen Ebene erlebte oder ahnte.

Wir kommen hier nun mehr in die Sphäre des Empfindens und Fühlens. Von einer höheren Warte blicken wir, blickt unser Ich, auf unsere Taten und Worte, und wir wissen oder fühlen, ob sie gut waren oder nicht, ob ein Text gelungen ist oder nicht. Nur können wir oft dieses Urteil nicht klar formulieren. Es ist gewissermaßen eine innere Gewissheit für uns, wenn ein gesprochenes Wort, ein geschriebener Text, eine vollbrachte Tat einer anderen Instanz in uns nicht gerecht wird. Zwischen dem Inneren und dem Äußeren bleibt dann eine Diskrepanz, die wir nur ahnen oder fühlen, aber weniger mit logischen Begriffen begründen können. Wenn nun aber etwas aus dieser höheren Sphäre uns direkt zukommt, in das logische Wachbewusstsein eintritt, dann haben wir das Gefühl, dass wir ganz damit identisch sein können.

Auch dieses fühlte der Autor des Leserbriefes und deshalb kommt gegen Ende seines Textes noch eine ganz besondere Wendung. Er ist auf der Suche nach einer Erklärung für das ihm sehr merkwürdig vorkommende Phänomen der unerwarteten Eingebung. Er spürt, dass es im menschlichen Organismus noch ein Organ gibt, das vielleicht eine höhere Funktion erfüllt als das Gehirn, nur dass wir eben nicht mit unserem vollen Bewusstsein mit diesem Organ arbeiten können. Deshalb schreibt er nun: „Hatte mein kreatives ‚Herz’ das Steuer übernommen?“ Der Autor erwähnt das Herz als denjenigen Ort, von dem ihm die Eingebung zugekommen sein könnte. Das ist ein großer Gedanke. Das Herz wäre damit in gewissem Sinne ein höheres „Denk“-Organ als das Gehirn.

Man könnte anders herum auch sagen: Setzen wir bewusst das Herzorgan für unsere innere Bewusstseinsarbeit ein, dann erreichen wir eine ganz andere Ebene. Wenn wir die Denkprodukte unseres Gehirns absinken lassen in unseren Gefühlsbereich, sie mit Herzensliebe durchdringen, mit der Herzens-Begeisterung durchwärmen, gleichsam vom Herzensbereich ausbrüten lassen, dann kann darin unserer höheres Ich in Zusammenhang mit anderen Geistesmächten walten, und wir erhalten diejenigen Gedankeneingebungen, die unsere Welt heute so dringend braucht. Wir erleben so, dass wir nicht mehr nur das schon längst Gedachte, die eigentlich erstorbenen, alten Gedanken wiedergeben, sondern dass wir die neuen, lebendigen, zukünftigen Gedanken aussprechen lernen. Die Debatte über das Gehirn müsste erweitert werden um eine Debatte über den Zusammenhang zwischen unserem Bewusstsein und dem Herz-Organ.

Dieter Centmayer, Braunschweig

*„Ich schrieb mich ab“, Professor Dr. Dieter Dieterich, Blankenheim, FAZ 23.03.04

Ich freue mich

Ich freue jeden Tag dem Abend mich entgegen

Und jede Nacht im Traum mich auf den Morgensegen.

Ich freue stille mich mit ungestümer Lust,

Nicht ungeduldig ist die Freud' in meiner Brust.

Ich freu' mich auf die Stund' und auf den Augenblick,

Auf groß und kleines, mein und anderer Geschick.

Vom Herbst den Winter durch freu' ich dem Lenz mich zu

Und aus dem Sommer durch den Herbst zur Winterruh'.

Ich freu' mich durch des Jahrs und durch des Lebens Zeit,

Und aus der Zeit hinaus mich in die Ewigkeit.


Quelle:
Friedrich Rückert: Werke, Band 2, Leipzig und Wien [1897], S. 121.

Sonntag, 3. Februar 2008

Es irrt die menschliche Seele

Jesus spricht: "Darum sende mich, o Vater!"

Ein alter gnostischer Text

Gesetz des Werdens für das All ist der erstgeborene Geist,
Das zweite ist des Erstgeborenen ausgegossenes Chaos,
Als drittes erhielt es die Seele, die das Gesetz vollzieht.
Deshalb umhüllt mit des Hirsches Gestalt,
Müht sie, vom Tode bewältigt, ihr Werk,
Bald hat sie die Herrschaft und sieht das Licht,
Bald trauert sie, ins Elend gestoßen,
Bald wird sie beweint, ist froh,
Bald weint sie, wird gerichtet,
Bald wird sie gerichtet, stirbt,
Bald wird die Rückkehr, die unselige, zum Unheil,

Sie betrat irrend ein Labyrinth,
Es sprach aber Jesus: Sieh Vater,
Ein Suchen der Übel auf Erden,
Von deinem Hauche brandet es heran,
Sie sucht zu entrinnen dem bitteren Chaos,
Und weiß nicht, wie sie hindurchkommen wird,
Dazu sende mich, Vater,
Mit Siegeln will ich niedersteigen,
Alle Äonen will ich durchwandern,
Alle Geheimnisse will ich erschließen,
Die Gestalten der Götter will ich zeigen,
Und das Verborgene des heiligen Weges
Gnosis nennen und lehren.

Text aus: Des heiligen Hippolytus von Rom - Widerlegung aller Häresien. Aus dem Griechischen übersetzt von Dr. Theol. Graf Konrad Preysing. (Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe, Band 40) München 1922. - www.unifr.ch/bkv/ausgabe76.rtf

Samstag, 2. Februar 2008

Wirtschaftsführer live

Vorbildliche Charaktereigenschaften ?
Steve Ballmer, Microsoft

"Von Ballmer ist die Episode überliefert, einmal einen Stuhl quer durch den Raum geworfen zu haben, als ihm ein Mitarbeiter gestand, zu Google wechseln zu wollen. "I'm going to fucking kill Google," soll ein rasender Steve Ballmer damals gebrüllt haben...

Steve Ballmer war schon immer für sein überschäumnedes Temperament bekannt. Das zeigen eindrucksvoll seine berühmt gewordenen Auftritte.... Bilder eines brüllenden und wild über die Bühne tanzenden Ballmer, der sein aus Mitarbeitern oder Geschäftspartnern bestehndes Publikum anpeitscht. Der derwischgleiche Tanz endet in dem Schrei "I love this Company".
Ballmer führt Microsoft mit einer Leidenschaft, die an Besessenheit grenzt.

FAZ 2./3. Feb. 2008

Denken in Bewegung

Man denkt immer, man denkt mit dem Kopf...
Nein!

"Wenn ihn ein Problem quält, geht er wandern. Dabei kommen ihm die besten Ideen.
Der Spieltheoretiker Reinhard Selten ist bislang der einzige Deutsche, der mit dem Ökonomie-Nobelpreis ausgezeichent wurde."

FAZ 2./3. Feb. 2008

Samstag, 26. Januar 2008

Der Freundesgruß


Nicht auf die Schwalbe, die des Frühlings Botschaft bringt

Und mir von ewiger Erneuung Lieder singt,

Freu' ich so sehr mich als auf einen Freundesgruß,

Der das mir bringt, was ich zum Leben haben muß:

Daß Zeitenwechsel geht, fest die Gesinnung steht,

Ist, was mein Herz mit mehr als Frühlingshauch durchweht.



Aus: Friedrich Rückert "Die Weisheit des Brahmanen"


.

Sonntag, 20. Januar 2008

Speisesalz

"Genuss und Wirkung des Salzes" -

Fragenbeantwortung durch Rudolf Steiner bei Vortragszyklus in Kassel Sommer 1907.
Wiedergegeben durch Ludwig Kleeberg in "Wege und Worte" (1961)-S.152f:

Eigentlich gehöre das Genießen von Salz zu den schwierigsten Fragen der Geisteswissenschaft. Der Mensch brauche Salz. Würde er aber zu viel genießen, mache er sich zu steif und fest. Es werde eine Zeit kommen, wo der Mensch kein Salz mehr brauche. Die Salzfrage sei eine der ersten Ernährungsfragen, die in Angriff zu nehmen seien, wenn die Geisteswissenschaft mehr Einfluss darauf habe. Heute müsse der Mensch sich das richtige Gefühl dafür aneignen. Sie sei eine Frage der Taktes.

Im Pelzmantel im Sommer

Naturheilmethode und Sonnenbäder

Fragenbeantwortung durch Rudolf Steiner bei Vortragszyklus in Kassel Sommer 1907.
Wiedergegeben durch Ludwig Kleeberg in "Wege und Worte" (1961):

"Man solle von keiner Methode sagen, sie sei gut oder schlecht. Auf den Menschen komme es an.... Man müsse wissen, wann ein Sonnenbad gut - wann es schädlich sei. Der beste Arzt sei, keinen Arzt brauchen zu müssen. Das Ideale sei, kein Sonnenbad zu brauchen, sondern eine halbe Stunde in der Sonnenhitze in einem Pelze zu gehen. "Dann sind Sie gesund, wenn Sie das vertragen." Es handle sich darum, dass man sich zu einem Menschen mache, der alles vertragen könne. Es komme ganz auf das Individualisieren an. Auf Dogmen und Anschauungen müsse es weniger ankommen, als dass man den Arzt als Menschen ausgestalte.

Generalversammlung der Theosoph. Ges. 1908

Lebenslängliches Vorstandsmitglied

Ludwig Kleeberg berichtet in seinem Buch "Wege und Worte" ( S. 202) von einer Generalversammlung der Theosoph. Ges. im Jahre 1908 in Berlin:

Dr. Steiner hielt eine Begrüßungsansprache und stellte im Namen des Vorstandes den Antrag, dass ein Vorstandsmitglied, welches sieben Jahre lang dem Vorstand angehört hätte, in diesem auf Lebenszeit Sitz haben sollte. Denn ein Mitglied, welches sieben Jahre lang im Vorstand gearbeitet hätte, habe eine ganz andere Bedeutung als ein jüngeres. Ferner sollte der Vorstand, dem wachsenden Mitgliederstand entsprechend, erweitert werden. Die zunehmende Mitgliederzahl bilde in gewisser Weise eine Gefahr; es könne sich eine Mehrheit bilden, welche die Arbeit langer Jahre einfach zerstöre, und dem solle die Stabilität des Vorstandes entgegengesetzt werden."

Wie fremdartig klingen diese Worte doch in heutiger Zeit. Wie weit sind wir von der Verwirklichung solcher Ideale entfernt. Überall gilt nur der demokratische Weg, der als der zeitgemäßeste erscheint, der aber bei weitem nicht der geistgemäßeste ist.

Montag, 14. Januar 2008

Festeszeiten

Das Fest der Kore - Nacht zum 6. Januar (heute "Dreikönigstag")

Der Name Kore, die u.a. auch Demeter oder Ceres genannt wurde, ist so weit verbreitet, dass er wohl als einer der frühesten Bezeichnungen für den "weiblichen Geist des Universums" angesehen werden darf.

Ker, Car, Q're, Cara, Kher, Ceres, Core, sanskritisch: Kaur oder Kauri - all dies sind Namen der Göttin Kali.

Die Heiligtümer bei Karnak in Ägypten sowie die bei Carnac in der Bretagne waren gigantische Tempel und Bestattungskomplexe, die vor über 5000 Jahren der Göttin Kar oder Kore geweiht waren. Die BewohnerInnen von Carnac oder die von Carnuntum an der Donau nannten sich in römischen Zeiten Carnutes, "das von der Göttin Car geborene Volk".

Car oder Carna war den Römern bekannt als "eine Göttin aus den alten Zeiten"; die archaische Form, in der sie verehrt wurde, hing mit den Karneia-Festen in Sparta und dem klassischen römischen Karneval zusammen. Eine spätere Abwandlung ihres Namens war Ceres, das Ursprungswort für Wörter wie Korn, Kern, Zerealien, Kardia usw. In Bayern und Österreich beginnt heute noch der Karneval am Dreikönigstag, dem alten Tag der Kore.

Eins der ältesten Heiligtümer Israels, der Berg Karmel, war ihre Wohnung und die ihrer baalim (Göttinnen und Götter).

Das Fest der Kore, das Koreion, fand im ganzen Mittelmeeraum und im Nahen Osten bis ins 4.Jahrhundert u.Z. in der Nacht zum 6. Januar statt und ist dann später als "Fest der Erscheinung des Herrn" (Epiphanias) von den christlichen Kirchen-Männern assimiliert worden.

Ursprünglich aber feierte Kores Fest die Geburt des Neujahrsgottes Aion durch die Jungfrau! FackelträgerInnen gingen in die unterirdischen Kultkammern und brachten eine hölzerne Statue der Göttin herauf, die bis auf ihren Goldschmuck nackt war. Siebenmal wurde sie auf einem Gestell um und durch den Tempel getragen: Die Zahl Sieben bringt Glück und Erfolg.

Das Koreion fand als Kirn Aufnahme in die britische Tradition, das von den Kirchenmännern im nachhinein in das "Fest Unserer Lieben Frau" umgeändert wurde.

Und nicht nur die christlichen Patriarchen haben haben die weibliche Geschichte verfälscht. Der moslemische Koran, die 'mohammedanischen' Schriften, die überhaupt nicht auf Mohammed zurück gehen, ist eine Version des göttlichen Wortes der Kore. Sie wurde von den Koreischiten (Kindern der Kore), dem Stamm Mohammeds, verehrt. Die Koreischiten hüten seit alters her den Schrein der Kore in Mekka.

Der Ursprüngliche Text wurde lange vor Mohammed von den heiligen Imamen niedergeschrieben. Das Wort Imam ist mit dem semitischen ima ("Mutter") verwandt.

Wie die Mahatmas oder "Großen Mütter" in Indien waren auch die Imame ursprünglich Priesterinnen des alten arabischen Matriarchats.

Wie im Fall der jüdisch- christlichen Bibel haben die Männer am Koran sehr viel gefälscht, um die neuen patriarchalischen Gesetze zu legitimieren und die Göttin samt ihren Priesterinnen zu eliminieren.

In Italien ist La Befana das Gegenstück zur Walpurgis-Hexe, die wild und ungestüm auf einem Besen einher reitet. In dieser Januar-Nacht fliegt diese gute Fee über das Land, bringt Segen und füllt die Strümpfe der Kinder mit Süßigkeiten - und macht sich einen Spaß, alle zu erschrecken!

In den 12 Rauhnächten (von Weihnachten bis zum 6.1.) erscheint sie als Perscht (Mitteleuropa) und Baba Jaga (Osteuropa).

In den heutigen Perchtenläufen dürfen nur Männer mitgehen. Sie tragen aber durchweg weibliche Masken und Kleidung. Der Perchtenbrauch hat sich ähnlich wie die Freinacht zu Walpurgis zu einem brutalen Feldzug gegen Frauen entwickelt. Da werden Frauen angerempelt, umgeworfen, geschlagen und verhöhnt. Die Ursprünge werden wieder einmal mehr ins Gegenteil verkehrt.

Die Percht zieht mit ihrem Himmelwagen durch die Nacht, der von Hunden gezogen wird. Und Früher tanzten die Frauen in den Perchtennächten so lange, bis die Percht erschien. Sie straft vorwitzige und brutale Menschen und beschützt die Hilflosen, besonders Kinder und Frauen.

"Die Perchten-Tradition ist vielleicht die wichtigste, die wir uns wieder zurück holen" sagt die Hexe Luisa Francia. Sie weiss noch viel mehr über die Perchten und Baba Jagas und über's Spinnen mit Zaubergarn. Aufgeschrieben in "Zaubergarn".

Der englische Brauch, am Dreikönigsabend (Twelfth Night, die zwölfte Nacht nach Weihnachten), zur Darstellung der Monde des zu erwartenden Jahres zwölf kleine Feuer und ein großes anzuzünden, beruhte auf den dreizehn Monaten des matriarchalen Mondkalenders.

Kore-Tag
Vor allem in Alexandria wurde in der Nacht des 5. Januars in Koreion (dem Jungfrauentempel) der Kore gedacht. Kore ist der übliche Name der Persephone und bedeutet Jungfrau, junge Frau, ungebundene Frau, bevor sie von Hades „geraubt“ und zur Königin der Unterwelt und Herrscherin über die Toten wurde. Als Teil des Rituals fanden nächtliche Gebete statt und Wasser wurde aus dem Nil geschöpft. Manche Quellen sagen auch, dass Aion, das Kind der Kore entweder an diesem Tag oder zu Mittwinter ebenfalls geboren wurde. Eine hölzerne Statue der Göttin Kore wurde aus einer Höhle in einer Prozession heraus getragen und sieben Mal um ihren Tempel getragen. Die Priester riefen aus, die Jungfrau habe den Aeon hervorgebracht. Einigen Interpretationen zufolge steht Aion für ein neues Aeon oder ein neues Jahr. Manche betrachten den Ausruf des Hervorbringens als Grund für die Entstehung von Epiphanie, andere sehen aus der Veränderung des Wortes Jungfrau den Ursprung der „unbefleckten Empfängnis“. Auch Kore wird als eines der Urbilder betrachtet aus denen unsere heutige Vorstellung von Maria mit dem Kind entspringt.

Eine Parallele hinsichtlich dieser religionspolitischen Entscheidung ist die der orientalischen Ostkirchen. Hier blieb der 6. Januar als Termin bis in das 6. Jahrhundert erhalten. Hintergrund ist hier, dass in diesen Regionen an diesem Tag der Geburtstag des Sonnengottes Aion gefeiert wurde.

Das Wort Aion stammt aus dem griechischen und bedeutet Ewigkeit. Aion ist der Herr der Zeit und seine Geburt wurde in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar gefeiert. Seine Mutter ist die jungfräuliche Göttin Kore, die Tochter der Demeter. Seine Geburt ist zugleich Neujahrs- und Sonnenfest.

Mithras ebenso wie Aion stehen in Verbindung mit dem Sonnenlicht bzw. der Lichtsymbolik allgemein und so war man bestrebt diese beiden vorchristlichen Feste durch die Geburt des "Lichtes der Welt" zu ersetzen. Lediglich in der armenischen Kirche wird die Geburt des Jesus bis heute am 6. Januar gefeiert.

Die Kirche kannte die ersten drei Jahrhunderte nach Christi das Datum der Geburt von Jesus nicht. Und im 4. Jahrhundert entbrannte dann eine Diskussion über diesen Tag. Einige schlugen den 6. Januar vor, den Tag des Koreion, an dem die Jungfrau Kore in Alexandria Aion - die mystische Darstellung der Geburt der neuen Sonne - gebar. Heute heißt der Tag Epiphanias, die griechisch-orthodoxe Kirche feiert Weihnachten noch immer zu diesem Zeitpunkt.

Der Klerus in Rom bevorzugte das Mittwinterfest des Mithraskultes. Mithra war für die alten persischen Magier der Gott des Lichtes. Licht wurde von der Luft getragen und darum nahm man an, Mithra wohne zwischen Himmel und Erde. In der Mythologie der Magier ist Mithra aus einem Felsen geboren. Hirten haben das Wunder gesehen und beobachtet, wie er sich fast nackt aus dem Felsen rang, bekleidet war er lediglich mit der Phrygermütze (die Mithra), außerdem hatte er eine Fackel, um die Finsternis zu erleuchten. Die Hirten kamen, um das göttliche Kind anzubeten. Erinnert doch alles irgendwie an die heiligen drei Könige.

Kaiser Aurelius nun vermischte dieses Mittwinterfest mit dem griechischen Sonnenfest der Helia und nannte es "Geburtstag der unbesiegten Sonnen". An diesem Tag, dem 25. Dezember, wurden auch andere Götter geboren: Attis, Dionysos, Osiris, der syrische Baal und viele andere Versionen des Sonnengottes. Man nannte sie Sonne der Gerechtigkeit, Licht der Welt oder auch Erlöser.

Die meisten heidnischen Mysterienkulte feierten die Geburt des göttlichen Kindes zur Wintersonnenwende. In Nordeuropa feierte die Menschen den Geburtstag ihres Herrn Freyr am dunkelsten Tag des Jahres, dem Julfest (wenn wir da nicht an IKEA denken ;-). Die Nacht der Geburt, der "Heilige Abend", hieß Modranect (lateinisch matrum nox), Nacht der Mutter. Viele Kinder wurden dort geboren, Rhiannon gebiert ihren Sohn Pryderi, durch Isis wird Horus wieder geboren, Demeter bekommt ihre heilige Tochter Persephone, die Erdgöttin schenkt Dionysos das Leben, und in Japan kommt Amaterasu aus ihrer Höhle.

Jedenfalls setzte im Jahre 353 Papst Liberius die Geburt Jesu dann auf den 25. Dezember fest. In Rom wurde damals das Christentum zur Staatsreligion erklärt und in einem Aufwasch alle Festtage des heidnischen Kultes umgewandelt in christliche Feste. Der so entstandene christliche Weihnachtskult umfasste damit auch das heidnische Fest der Wintersonnenwende und das Fest des Aion. Die Kirche wählte ganz bewusst die Datierung des Geburtstermins von Jesus als Ersatz für den heidnischen Kalender.

Sonntag, 13. Januar 2008



Diese Weltkarte von Heinrich Bünting aus Hannover erhielt George Bush in Jerusalem. Ist es nicht eine herrliche Darstellung der Welt. Ganz aus künstlerischer Empfindung heraus. Man kann sagen, dass hier wird das Wesentliche offenbar wird. Wie Blütenblätter entfalten sich die drei alten Kontinente aus einem Mittelpunkt heraus. Der Mittelpunkt ist das Heilige Land.


Samstag, 12. Januar 2008

Wilhelm Busch

Aus:

Kritik des Herzens

Wilhelm Busch

1914

Sie stritten sich beim Wein herum,
Was das nun wieder wäre;
Das mit dem Darwin wär gar zu dumm
Und wider die menschliche Ehre.

Sie tranken manchen Humpen aus,
Sie stolperten aus den Thüren,
Sie grunzten vernehmlich und kamen zu Haus
Gekrochen auf allen Vieren.

Montag, 26. März 2007

Gedicht von Richard Specht
geschickt an Rudolf Steiner 16. Nov. 1890

Wir beide

Sind wir denn wirklich Menschen erdgeboren,
zu Menschenglück und Menschenweh erkoren?

Ich sah so fremd dem farbgen Treiben zu,
Und fühle mich allein, - allein wie du.

Mir ist’s als käme ich aus andrer Welt,
von einem Stern, der einst in Nacht zerschellt.

Wenn Schmerz und Weh in meine Brust sich senken,
dann muss ich deiner, tote Welt, gedenken.

Dann schwingt im Traum die Seele sich empor
Zu seiner Heimat, die ich längst verlor.

Zu jener Heimat, licht und eisnachtklar,
Zu jener Heimat, die auch dich gebar...

Auch dich, auch dich! Denn du entsprangst dem Licht,
Die dunkle Erde ist dir Heimat nicht.

Drum haben wir uns ja so bald verstanden,
Weil sich im Aetherraum die Seelen fanden,

Weil uns das gleiche Heimweh tief bewegt,
Weil gleiche Sehnsucht unsre Brust gehegt,

Weil gleiche Träume seltsam uns umschweben,
Die keinem, keinem außer uns gegeben.